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Kaufberatung Skischuhe: Darauf muss man beim Skischuhkauf achten

23. August 2016 | Frieda Knorke

Caroline Gleich (USA) - ©Liam Doran

Caroline Gleich (USA)

Copyright: Liam Doran

Schön sehen sie alle aus, die neuen Skischuhe in den Regalen der Sportfachgeschäfte. Aber worauf kommt es wirklich an, wenn man sich neue Skischuhe zulegen will? Wir verraten Tipps und Tricks zum Skischuhkauf und klären auf, worauf ihr wirklich achten müsst, wenn ihr euch neue Boots zulegen wollt.

 

Auf der Suche nach dem perfekten Halt

Das Wichtigste bei Skischuhen ist der perfekte Halt. Durch die Stiefel wird die Kraft der Beine auf den Ski übertragen – je besser die Schuhe also sitzen, desto besser ist die Steuerung. Durch einen unstabilen Stand oder einen zu weichen Schuh verschlechtern sich nicht nur die Fahreigenschaften, sondern es wächst auch die Gefahr von Stürzen und Verletzungen.

„Wenn die Schuhe nicht passen, schnalle ich sie eben enger", hört man häufig. Doch das ist ein fataler Irrglaube. Durch das extrem enge Schließen der Schnallen wird der Fuß gequetscht – kalte und schmerzende Füße sind die Folge. Dennoch ist diese Binsenweisheit verbreitet, Experten gehen davon aus, dass etwa 90% der Skifahrer zu große Schuhe tragen. „Wenn es irgendwie die Möglichkeit gibt, die Schuhe zu testen, sollte diese Chance unbedingt wahrgenommen werden“, bringt es Schorsch Reindl, Sales Manager Germany von Dynafit auf den Punkt. „Das Einzige, was beim Skischuh zählt, ist die perfekte Passform.“ Aber wie findet man den optimalen Schuh?


Worauf achten beim Skischuhkauf?

Grundsätzlich sollte man im Hinterkopf behalten, dass die menschlichen Füße über den Tag hinweg um bis zu eine halbe Nummer größer werden, da sich die Blutgefäße mit der Zeit weiten. Um ein gutes Mittelmaß zu finden, sollten Schuhe möglichst morgens oder mittags anprobiert werden, denn nicht nur die Füße weiten sich, sondern nach zwei bis drei Skitagen auch die Schuhe – teilweise ebenfalls um eine halbe Nummer.

Am besten wird dann mit jenen Socken der Schuh anprobiert, die im Skialltag auch genutzt werden. Hier empfehlen sich unbedingt Funktionssocken. Sie sind an den neuralgischen Stellen gepolstert und nehmen zudem optimal den Schweiß auf. Allerdings sollte auch nicht mit den dicksten Expeditionssocken getestet werden – tendenziell empfehlen sich eher dünne Socken, da sich die Schuhe ja noch etwas weiten.

Steckt man einmal in den Schuhen, sollten die Schnallen nach und nach von unten nach oben geschlossen werden. Hier ist es wichtig, dass keine Druckstellen entstehen, der Fuß aber dennoch maximalen Halt hat. Speziell die Ferse und der Mittelfuß müssen absolut fest sitzen. Rutscht die Ferse nach oben oder ist der Halt an den Seiten nicht fest, spricht das eindeutig gegen den Schuh. Wenn dann die kleinere Größe vorne zu wenig Platz bietet, besitzt das Modell einfach die falsche Passform.

Am besten kann die richtige Passform getestet werden, wenn man etwas in die Knie geht und sich in alle Richtungen mehrmals neigt. Übrigens: Die Schuhe sollten mindestens 20, besser noch 30 Minuten getragen werden. Erst dann kann man ein ernsthaftes Testurteil bilden. Also besser viel Zeit für den Kauf einplanen! Und noch etwas: Sollte man bereits bei der ersten Beratung das Gefühl haben, dass es sich beim Verkäufer um keinen Experten handeln, sollte man ein anderes Geschäft aufsuchen. Ein kompetenter Berater misst nicht nur die Fußlänge, sondern achtet auch auf Breite und individuelle Form des Fußes (hoher Rist/Spann, breiter Ballen, Hallux etc.). Man sollte im Hinterkopf behalten, dass man sich an unpassende Ski langsam gewöhnt – schmerzende Füße wegen unpassender Schuhe hingegen kann man nicht so einfach ausblenden.

Unseren aktuellen Skischuh-Test findet ihr übrigens im Bereich "Ausrüstung"!

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Die wichtigsten Schuhkategorien im Überblick

Komfort: Komfort-Schuhe zeichnen sich durch eine einfache Bedienung und die Bequemlichkeit aus, denn sie sind in erster Linie weich und warm. Die Kraftübertragung von den Beinen in den Ski wird dadurch allerdings erschwert.

Allround: Allround-Skistiefel versuchen einen Kompromiss aus Komfort und Performance zu schaffen. Der Innenschuh ist verhältnismäßig bequem, die Schale jedoch schon etwas härter. Der Flex ist tendenziell etwas höher, was wiederum eher für eine sportliche Fahrweise spricht.

Performance/Racer: Die steife Schale gibt Fahrbefehle sensibel und ohne Umwege sofort weiter. Je fester der Schuh also ist, desto fester und dünnwandiger der Innenschuh. Das spricht für sich, dass diese Stiefel nicht besonders bequem sind. Extrem hoher Flex.

Freeride/Freestyle: Bei dieser Kategorie ist der Flex wiederum recht gering. Die Beweglichkeit und eine gedämpfte Schale stehen hier im Vordergrund. Letzteres hat vor allem zum Ziel, harte Stöße und Schläge etwas abzufangen und die Knochen des Fahrers so möglichst zu schonen.

Tourenschuhe: Der Aufstiegskomfort spielt hier eine ausschlaggebende Rolle. Ziel ist es, eine möglichst große Schaftrotation zu erreichen, damit die Schrittlänge nicht eingeschränkt wird, wodurch wiederum Kraft eingespart wird. Auch das minimale Gewicht ist eine wichtige Komponente. Dennoch darf auch bei der Abfahrtsperformance nicht gespart werden – die Schuhe müssen optimalen Halt geben, damit der Fahrer in jeder Schneeart sicher abfahren kann.

Damenstiefel: Diese Schuhe sind der Anatomie der Ladies angepasst: Schmale, weiche Schale trifft auf niedrigen Schaft und schmale Ferse. Natürlich sind sie zudem möglichst warm und haben häufig einen etwas weicheren Flex.


Mondopoint (MP)

Mondopoint, Mondo oder kurz MP ist ein genormtes Schuhgrößensystem, das sich auf die Fußlänge in Millimeter bezieht. Um die eigene Mondogröße herauszufinden, hält man sich am besten an das folgende Schema:

1. Der Fuß wird mit den gewöhnlichen Skisocken auf ein Blatt Papier gestellt

2. Mit einem senkrecht gehaltenen Stift wird der Fuß umfahren

3. Nun wird die Länge zwischen Spitze und Ferse gemessen

4. Zum Abschluss werden noch etwa fünf Millimeter hinzugerechnet und auf die nächste Mondogröße aufgerundet.

Übrigens: Zwar handelt es sich bei Mondopoint um ein genormtes System – wie jedoch die Hersteller diese Zahlen auf ihre eigenen Leisten übertragen, ist individuell und von Firma zu Firma unterschiedlich.

 

Flex

Der Flex-Wert ist ein Indikator für die Steifigkeit des Schafts nach vorne. Je höher der Wert, desto größer ist der Widerstand am Schienbein. Durch einen hohen Wert erhält man zwar eine bessere Kontrolle des Skis, hat aber auch weniger Beweglichkeit im Sprunggelenk. Allerdings sollte man bei der Wahl des individuellen Flex-Wertes auch beachten, dass einerseits das Eigengewicht dabei eine wichtige Rolle spielt und andererseits sich die Steifigkeit des Schuhs bei kalten Temperaturen um bis zu 20% verändern kann - ist es richtig kalt draußen, wird der Schuh spürbar härter. Und auch hier gilt wieder: Der Flex ist nicht genormt, ist also von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Ein Vergleich ist hier also nur sinnvoll, um innerhalb einer Marke herauszufinden, welches Modell eher weich oder eher steif ist.

 

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