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Vier Skischuhe im Test: Tecnica Zero G Guide Pro, K2 BFC 100, Salomon QST Pro 130 und Fischer RC Pro 120

15. November 2016 | Skiinfo

Der Tecnica Zero G Guide Pro ist ein leichter Freeride-Skischuh - ©Skiinfo

Der Tecnica Zero G Guide Pro ist ein leichter Freeride-Skischuh

Copyright: Skiinfo

Auf der Suche nach neuen Skischuhen für die Saison? Wir haben vor dem Winter 2016/2017 vier aktuelle Top-Modelle getestet: den Tecnica Zero G Guide Pro, den K2 BFC 100, den Fischer RC Pro 120 und den Salomon QST Pro 130. Klingt nach jeder Menge Hightech und Skischuh-Know-How, oder?

Für welche Zwecke sich welcher Skischuh am besten eignet und welcher uns nach drei Testtagen am Stubaier Gletscher am besten gefallen hat, lest ihr hier.

 

Tecnica Zero G Guide Pro

Der Tecnica Zero G Guide Pro war mit 1642 Gramm pro Schuh der leichteste Schuh in unserem kleinen Skischuhtest, auch wenn er doch fast 150 Gramm schwerer als die offizielle Angabe von Tecnica ist (die liegt nämlich bei "unter 1500 Gramm"). Der Zero G Guide Pro richtet sich an Tourengeher und Freerider, ist also kein reiner Pistenskischuh. Und so ist auch der erste Eindruck sehr leicht am Fuß und der Schuh in Bezug auf den Tragekomfort voll auf Performance getrimmt. Der Innenschuh ist dünn und nicht besonders komfortabel, hier merkt man klar den Fokus. Kraftsparend im Aufstieg soll der Schuh sein und dennoch eine gute Abfahrtsperformance bieten. Das gelingt. Über den dünnen Innenschuh hat man viel Kontakt zur Außenschale, es zeigt sich eine direkte Kraftübertragung bei eher überschaubarer Polsterung und Komfort.

Die Passform des Tecnica-Schuhs hat unseren Testern gut gefallen. Die Anpassung über die vier Schnallen, die sich super einfach bedienen lassen, gelingt gut. Der Schuh wird mit Sohlen zum Einlegen geliefert, um bei Bedarf das Platzangebot für den Fuß etwas zu beschränken. Leichte Abzüge gaben wir für den Fersensitz, der etwas zupackender sein könnte, wohingegen der Vorderfuß super passt und fixiert ist. Der Außenschale des Schuhs macht einen relativ weichen Eindruck, der Zero G Guide Pro gehört also nicht zu den knallharten Race-Schuhe. Der Sitz der Zunge und das Feeling am Schienbein gefielen uns nicht so gut, wohingegen die Laufperformance des Zero G Guide Pro absolut top ist: Ein einziger Handgriff wechselt den Schuh von Hike- zum Ski-Modus, der Schuh bietet beim Gehen eine recht große Bewegungsamplitude und eine gute Dämpfung, zudem verfügt das Modell über eine extrem profilstarke und griffige Sohle - hier erzielte der Schuh von Tecnica die Bestnoten im Test.

Fazit: Leichter Freeride- und Tourenschuh, mit dem man super gehen und steigen kann. Gute Mischung zwischen Komfort, Leichtigkeit und Performance.

Mehr Infos zum Schuh: http://www.tecnica.it/de/products/zero-g-guide-pro/

Herstellerbeschreibung: Was sich nach Weltraumforschung anhört, ist in Wahrheit der Tecnica Zero G Guide Pro: Ein Zusammenspiel aus Alpinboot und Tourenschuh, das mit der Gravitationskraft auf Tuchfühlung geht. Der neue Highlight-Tourenboot aus dem Hause Tecnica überzeugt mit 44° Bewegungswinkel und vier Schnallen. Mit dem bekannten „Custom Adaptive Shape“ bietet er zusätzlich eine Vielzahl effektiver Fitting-Optionen für die Schale. Die integrierten Low-Tech-Inserts machen ihn sofort startklar für jede Pinbindung. Mit einem Gewicht von unter 1500 Gramm, dem ultraleichten Palau-Innenschuh und einem Flex von 130 punktet er sowohl beim Aufstieg als auch bei steilen Abfahrten mit Halt und Stabilität. Ein zusätzliches Highlight ist das integrierte Lift-Lock-System, wodurch die Schnallen nach dem Öffnen in einem 45° Winkel verharren und so das An- und Ausziehen erleichtern.  

 

K2 BFC 100  - ©Skiinfo

K2 BFC 100

Copyright: Skiinfo

 

K2 BFC 100

Der K2 BFC 100 ist der zweite Schuh in unserem Test und hat einen komplett anderen Fokus als der Tecnica Zero G Guide Pro. Mit 2444 Gramm pro Schuh wiegt er um etwa die Hälfte mehr als der Freerideschuh von Tecnica. Dennoch war der Schuh in einigen Kategorien unser Highlight während der kurzen Testphase.

BFC steht für "Built for Comfort", und diesen Anspruch erfüllt K2 mit unserem Testmodell 100%ig. Der K2 Cush Fit Liner Innenschuh sorgte bei unseren Testern für Begeisterung: super gute Passform auch ohne Anpassung an den Fuß, weiches und sehr angenehmes Material ("flauschig"), guter Sitz am Vorderfuß, ordentlicher Fersenhalt, der Innenschuh ist für den Anziehkomfort an Zunge und hinten mit großen Anziehschlaufen versehen - an Komfortelementen lässt es K2 bei dem 349,95 Euro teuren BFC 100 nicht vermissen. Dank eines recht breiten Leisten und Schnallen, die ergonomisch geformt sind und sich gut bedienen lassen, empfanden wir den Tragekomfort als sehr groß. Zudem hält der Schuh sehr warm. Kleiner Nachteil: Bei starker Durchnässung trocknet der Innenschuh bei weitem nicht so schnell wie andere im Test.

Trotz des eher moderaten und schön gleichmäßigen 100er Flex hat man mit dem BFC 100 auch auf der Piste ein gutes Feeling: Natürlich ist das Modell jetzt nicht das direkteste und sportlichste, aber man kann ihn sehr präzise steuern, die Ski sehr gut kanten und problemlos auch bei höchsten Geschwindigkeiten fahren. Schön: Der Innenschuh lässt sich dank der etwas weicheren Außenschale einfach und schnell herausnehmen und wieder einfügen, so dass man ihn nach dem Skitag zum Trocknen easy herausnehmen kann. Der Gehmechanismus des BFC 100 besteht aus einem einfachen Keil, der sich über einen Hebel bedienen lässt. Hier haben andere Hersteller bessere Systeme und dementsprechend mehr Bewegungsfreiheit beim Laufen, dennoch lässt es sich mit dem K2 dank des angenehmen Innenschuhs auch längere Strecken gehen. Aufgrund des hohen Schuhgewichts und des geringen Profils der Sohle sehen wir im Laufkomfort aber andere Schuhe weiter vorn.

Fazit: Super komfortable Pistenskischuh für entspannte Cruiser, aber auch für sportlich ambitionierte Fahrer. Toll und hochwertig verarbeitet, gute Mischung zwischen Komfort und Performance, einer sehr guter Skischuh!

Mehr Infos zum Schuh: http://de-de.k2skis.com/ski-boots/bfc-100

Hertellerbeschreibung: Dieser Skischuh ist „Built For Comfort“ (B.F.C.), also auf ultimativen Komfort ausgelegt. Der neue B.F.C. 100 von K2 lässt sich dank seinem breiteren, betont weiten Leisten kinderleicht an- und ausziehen – sogar ohne die Hände zu Hilfe zu nehmen. Seine Energy Interlock-Technologie bietet verlässliche, dauerhafte Performance am Berg und dank Après-Modus tollen Gehkomfort im Tal.

 

Fischer RC Pro 120  - ©Skiinfo

Fischer RC Pro 120

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Fischer RC Pro 120 Thermoshape

Der Fischer RC Pro 120 ist optisch ein Hingucker und gefiel uns in Bezug auf das Design sehr gut, das Highlight im Test war er für uns aber ansonsten nicht. Mit 2426 Gramm bringt er ein stattliches Gewicht auf die Waage und überzeugt vor allem im Bezug auf den Komfort. Der Innenschuh ist relativ weich und gepolstert, zudem bietet der Fußraum viel Platz auch für breite und hohe Füße.

Es darf nicht verschwiegen werden, dass es sich bei den anderen Modellen im Test jeweils um neue Skischuhe handelte, der Fischer RC Pro 120 war bereits gebraucht und hatte vermutlich auch schon einige Skitage auf dem Buckel. Somit hat die Außenschale auch schon etwas an Spannung verloren, so dass wir die Fahrperformance keineswegs als sportlicher empfanden als beim K2 BFC 100, dessen Flex-Wert ja vermuten lässt, dass er deutlich weicher ist. Das war in unserem Testscenario nicht der Fall, vielmehr bemerkten wir beim RC Pro 120 eine eher weiche Außenschale, die sich aber schön gleichmäßig bewegt und einen ordentlichen Rebound zeigt, der sich dynamisch auf die Ski übertragt. Insgesamt braucht es aber etwas Können, um diesen Schuh im Grenzbereich zu fahren.

Interessant: Obwohl der RC Pro 120 im Vorderfuß viel Platz bietet, ist der Schaft eher schmal geschnitten. Männer mit richtig dicken Waden dürften also Probleme bekommen. Der Vierschnaller verfügt über 4cm-Klettstrap, die Bedienung der Schnallen empfanden wir als etwas schwergängier als bei den anderen Testschuhen, was aber auch daran liegen kann, dass die Schuhe nicht mehr neu waren.

Fazit: Grundsolider Skischuh für Pistenfahrer mit breiten Füßen. Bequemer Innenschuh, insgesamt eher weich im Flex, aber dafür ein Schuh, den man den ganzen Tag fahren kann, ohne Fußschmerzen zu bekommen. Kostenpunkt: 359,95 € (UVP)

Mehr Infos zum Schuh: https://www.fischersports.com/de_de/rc-pro-120-thermoshape-20661

Herstellerbeschreibung: Perfekter Sitz ist durch die Active Fit Zones garantiert. Die COMFORT ZONES bieten komfortable Elastizität in sensiblen Fußbereichen, die POWER ZONES direkte Kraftübertragung auf die Schale. Die perfekte Verbindung von Komfort und Performance.

 

Salomon QST Pro 130  - ©Skiinfo

Salomon QST Pro 130

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Salomon QST Pro 130

Der neue Salomon QST Pro 130 ist der letzte Skischuh in unserer Testreihe und wiegt mit 1791 Gramm pro Schuh nur unwesentlich mehr als der Schuh von Tecnica. Er ist vor allem für Freerider gemacht und überraschte unserer Tester mit einer sehr engen und exakten Passform.

Der Leisten des QST Pro ist schmal, der Schuh fällt insgesamt etwas kleiner aus als normal. Sofort fällt der sehr gute Fußumschluss auf, vor allem am Oberfuß. Man kann den Schuh fast fahren, ohne die Schnallen zu verschließen, so der Eindruck unserer Tester. Wir empfehlen auf jeden Fall, den Schuh vor dem Kauf anzuprobieren, denn obwohl die Länge der Fußsohle passte, kam es doch bei zwei Testern zu leichten Druckstellen, für jedermanns Fuß ist der Schuh also eher nichts. Im Zweifel auf jeden Fall eine halbe Nr. größer als normal nehmen. Auffällig: Beim QST Pro handelt es sich um einen Dreischnaller, bei dem die obere Schnalle sehr breit gestaltet ist. Einen Nachteil in der Fixierung am Schienbein konnten wir nicht feststellen, die Bedienung und die Anpassung der Schnallen gelingt leicht und kraftsparend. Auch oben am Schienbein sitzt der Schuh sehr eng, nichts für dicke Beine und Waden. Am Schuhrand findet sich ein 5cm-breites Band, dass für die finale Anpassung am Schienbein sorgt. Dieses ist im Gegensatz zu den meisten anderen Modellen am Markt nicht mit Klett versehen, sondern wird in eine Schnalle eingefädelt und festgezogen.

Der QST PRO verfügt über einen guten Laufmechanismus. Mit einem einfachen Handgriff kann die Fixierung der Außenschale gelöst und geschlossen werden, man hat eine deutlich größere Bewegungsamplitude und somit ist entspanntes Aufsteigen garantiert. Die griffige Sohle hat viel Profil, man hat beim Laufen auch auf Schnee und Eis guten Halt, allerdings ist die Dämpfung beim Gehen eher gering. Das liegt auch daran, dass die Außenschale dünn und hart ist. Beim Fahren merkt man dies an der guten Kraftübertragung sowie der direkten Reaktion und Steuerung der Ski. Mit der sehr eng sitzenden Ferse steht man im QST Pro 130 übrigens leicht erhöht, so dass man leicht nach vorn geneigt steht und somit eine gute Position für die Abfahrt einnimmt. Einen Punkt Abzug gibt es von uns für das Herausnehmen/Einführen des Innenschuhs in/aus die Außenschale: Selbst bei Zimmertemperatur empfanden wir es als anstrengend und schwer, den herausgenommenen Innenschuh wieder in die Schale zu zwängen. Klar, bei Schuhen mit hohen Flexwerten (harte Schale) ist das nicht so einfach, aber da gibt es durchaus Schuhe auf dem Markt, die das besser zulassen.

Fazit: Sportlicher Freeride-Schuh für Skifahrer mit schmalem Fuß. Schmaler Leisten, wenig Platz im Fußraum, enger Sitz - es empfiehlt sich auf jeden Fall eine Anprobe vor dem Kauf. Wenn der Schuh aber passt, dann bietet er perfekten Halt, top Kraftübertragung, einen schön gleichmäßigen Flex und dazu noch wenig Gewicht und eine gute Laufperformance. Kostenpunkt: 399,95 € (UVP). 

Mehr Infos zum Schuh: http://www.salomon.com/de/product/qst-pro-130.html

Herstellerbeschreibung: Die Bootfitter-freundlichen Features und das revolutionäre Endofit-Zungendesign machen den QST Pro 130 in seiner Kategorie zum Spitzenreiter in puncto Passform sowie Fahr- und Gehverhalten.

 

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