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Wie wird der Winter 2017/2018? Das sagen die Meteorologen, Modelle und Institute

29. September 2017 | Skiinfo

Lech Zürs am Arlberg versinkt mal wieder im Schnee (07. März 2017) - ©Facebook Lech Zürs

Powder ohne Ende? Oder doch wieder mal Warten auf den Schnee? Das Winterwetter 2017/2018 wird in jedem Fall spannend

Copyright: Facebook Lech Zürs

So, liebe Wintersportfreunde, wir werfen mal einen Blick in die Kristallkugel und sagen euch, wie der Winter 2017/2018 denn nun wirklich wird. Eisig kalt? Schneereich? Oder doch wieder ein trockener Dezember, in dem man vergeblich auf Schneefall wartet?

Der Winter wird ... so wie er wird. Ernsthaft, wer sich wie so viele "Wetterexperten" schon jetzt an eine Prognose für den kommenden Winter wagt, der ist mutig. Und liegt mindestens genauso oft falsch wie richtig.

Denn das Wetter ist ein Chaoszustand, den niemand mit Sicherheit länger als eine, maximal zwei Wochen vorhersagen kann. Das zeigt zum Beispiel schon der aktuelle Fall: Noch vorgestern ging die bekannte Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, ihres Zeichens eine der zuverlässigsten Wetterquellen für den Alpenraum, davon aus, das der ehemalige Hurrikan Maria sich bis nach Europa auswirken könnte und starker Westwind in der kommenden Woche zu einem Wintereinbruch im Alpenraum führt.

Schon einen Tag später aber sagte das europäische Wettermodell ECMWF in seinen Berechnungen genau das Gegenteil aus: Die Winde kommen zum Erliegen, in Nordeuropa setzt sich Hochdruck durch und die Temperaturen gehen z.B. für Innsbruck gen 25 Grad. Zwei völlig unterschiedliche Wettermodelle, für eine Zeit, die keine zehn Tage in der Zukunft liegt.

Von einem Tag zum anderen ändern sich die Prognosen regelmäßig, das merken auch wir in unseren regelmäßigen Schnee- und Wettervorhersageanalysen im Winter. Wie soll man da verlässliche Aussagen über ein Winterwetter treffen können, das mehrere Monate in der Zukunft liegt?

Einige "Wetterfrösche" haben es trotzdem versucht und wir wollen euch deren Meinungen natürlich nicht vorenthalten. Und spannend wird das Winterwetter allemal, da kann man ja mal etwas spekulieren. Und dafür werden Wetterentwicklungen wie La Niña herangezogen, das Sonnenfleckenminimum als Gratmesser bemüht, manchmal gar auf alte Bauernweisheiten vertraut - doch lest selbst.

 

Kaltwetter

Kaltwetter nennt sich ein beliebter Blog, in dem gerne und oft über Wetter, Klima und auch die Winter spekuliert wird. In einem aktuellen Beitrag über das starke Wetterphänomen La Niña und den Zusammenhang des Winterwetters mit der bevorstehenden Phase eines Sonnenfleckenminimums kommt man zum folgenden Schluss: "La Niña radikalisiert ebenso wie El Niño das Klima. Durch den Einfluss von La Niña kommt es zum „Hopp oder Topp“ des Winters! Es kann zu einer Wiederholung des letzten Sonnenwinters kommen mit massiv Hochdruck und entweder Kälte durch Ostlagen oder sogar der Worst Case mit Sonne und Wärme aus Südlagen. Oder es kommt zu einem Kaltwinter, wenn keiner damit rechnet, wie 2010/11 – denn: Dieser letzte Kaltwinter 2010/11 war ein La Niña-Winter! Wie man es auch dreht und wendet: Der Winter 2017/18 wird klimatisch hochspannend und nicht normal werden. Ein Kaltwinter und wir wissen gar nicht, wohin mit unserem Glück, oder ein deprimierender Hochdruckwinter, der einem sogar die Kälte durch extrem viel Sonne versaut..." Den kompletten Beitrag (durchaus lesenswert!) mit einigen Hintergründen zu La Niña und dem Sonnenfleckenzyklus findet ihr hier: http://kaltwetter.com/starker-la-nina-dramatische-folgen-herbst-winter-201718/

 

Wetteronline.de

Wetteronline.de ist ein großes Wetterportal aus Deutschland. In einem aktuellen Bericht von Ende September 2017 bezieht man sich auf eine Studie britischer Forscher, die einen "Jahrhundertwinter" vorhersagen. Auch hier spielen die Sonnenflecken eine entscheidende Rolle. Die Meteorologen von Wetteronline, die sich natürlich auch auf allgemeine Wettermodelle wie CFS und ECMWF beziehen, sind da allerdings nicht so überzeugt: "Nach den Berechnungen des experimentellen Langfristmodells CFS des amerikanischen Wetterdienstes NOAA erwartet uns ein überdurchschnittlich milder Winter. Dem Modell zufolge soll das Temperaturplus in weiten Teilen Europas mehr als ein Grad betragen. Nur der Frühwinter im Dezember könnte demnach recht kalt ausfallen. Wie der Name "experimentell" allerdings sagt, ist das Ganze noch lange nicht sicher." Auch einen Blick auf die wettervorhersagende Pflanze Königskerze wagen die Experten von Wetteronline.de - mehr dazu in ihrem Beitrag: https://www.wetteronline.de/wetternews/2017-09-26-wv

 

Wetter.com

Auch die Experten von wetter.com haben sich die nordamerikanische Wettermodell NOAA angeschaut: "Das NOAA-Modell zeigt aktuell - wieder einmal - einen Supermildwinter, der auch noch zu nass ausfallen würde. Zynisch könnte man sagen: Es wird also trocken-kalt ;)."

Die letzte Bemerkung zeigt: Die Meteorologen von Wetter.com geben eher wenig auf solche Modelle. Ebensowenig wie auf die Tatsache, dass strenge Winter oft in den Zyklus des Sonnenfleckenminimums fallen. Dennoch wagt man einen Ausblick auf den Winter 2017/2018: "Rein statistisch wäre bald also Schluss mit den (Super)Mildwintern oder es stünde eine Unterbrechung an, wenn es, geht man nach den Sonnenflecken, ab 2019/20 abwärts geht. Eine Variante wie 1990/91 wäre durchaus denkbar. Jetzt wird gegrübelt, wie war denn 1990/91... ;)  Die Antwort lautet: Der Dezember war einigermaßen winterlich, der Januar mild, der Februar recht kalt und sehr schneereich... In diesem Jahr 2017 ist ein recht kalter Frühwinter wahrscheinlich, gefolgt von einem milden Kern- bzw. Hochwinter. Erst hinten raus, also dann, wenn ihn keiner mehr haben will (Februar, März 2018), kommt der Winter zurück als Spätwinter."

Den gesamten Artikel findet ihr hier: http://www.wetter.com/news/wetter-im-winter-2017-2018-das-sagen-die-trends_aid_59c118fe38f788202e339592.html

 

Wetterprognose-Wettervorhersage.de

Die Internetseite wetterprognose-wettervorhersage.de geht in seiner Analyse der Wettermodelle von einem warmen Dezember im Alpenraum aus: "Für den Winter 2017/18 berechnet das Langfristmodell im Dezember über dem Norden eine Temperaturabweichung von -0,5 bis +0,5 Grad und über dem Süden von +0,5 bis +2 Grad, wobei die +2 Grad mehr über der Alpenregion berechnet wird. Mit anderen Worten ist ein über dem Norden durchaus normaler und über dem Süden ein zu warmer Dezember zu erwarten. In der Niederschlagsbilanz zeigt sich der Dezember 2017 gegenüber dem Sollwert etwas zu trocken, was auf eine Hochdruckdominanz im ersten Wintermonat schließen lässt. Für den Januar 2018 bleiben die Berechnungen nahezu unverändert. So liegt die Abweichung mit +1 bis +2 Grad im deutlich zu warmen Bereich und auch in der Niederschlagssimulation ist zum derzeitigen Stand ein zu nasser Januar zu erwarten."

Den kompletten Artikel findet ihr hier: https://www.wetterprognose-wettervorhersage.de/wetter-jahreszeiten/winter/wetter-winter-2017-2018.html

 

Kachelmannwetter

Meteorologe Fabian Ruhnau arbeitet für die Website des wohl bekanntesten, deutschsprachigen Meteorologen, Jörg Kachelmann. In einem Artikel vom 26. September nimmt er Bezug auf den bereits erwähnten angekündigten "Jahrhundertwinter", den britische Meteorologen vorhergesagt haben. Kurz und knapp: Ein Jahrhundertwinter ist sehr unwahrscheinlich. Dazu müssten die Temperaturen das langjährige Mittel um sechs Grad unterschreiten, so wie es im Jahr 1962/1963 der Fall war. Das ist möglich, aber schon aufgrund der allgemeinen Klimaerwärmung nicht zu erwarten. Ruhnau verweist auch auf den Winter 2011/2012, wo im Dezember ganz Deutschland unter einer geschlossenen Schneedecke lag. Das es dazu kommen würde, sagte im September niemand voraus. Die Wetterbedingungen hingen ausschließlich an der Entwicklung der Großwetterlage, so Ruhnau, und die könne man eben nicht mehr als 7-10 Tage vorhersagen.

Hier lest ihr den Artikel von Fabian Ruhnau: http://wetterkanal.kachelmannwetter.com/und-jedes-jahr-gruesst-die-prognose-vom-jahrhundertwinter/

 

Abschließend zitieren wir hier gerne noch Herrn Ruhnau, der die Qualität und Sinnhaftigkeit von Winterprognosen besser in Frage stellt, als wir es hier gekonnt hätten: "Es kann kein Mensch und kein Computer das Wetter Monate im voraus berechnen und erst recht nicht im September den Verlauf des Winters. Merken Sie es sich: Es weiß niemand wie der Winter wird."

 

Da hilft also nur noch: Hoffen und Frau Holle in die abendliche Gebete einschließen! ;)

 

Grafiken: Vorhersagen der Temperatur-Abweichungen vom langjährigen Mittel (CFS-Modell, Stand 29.09.2017)

Dezember

 

CFS-Modell: Vorhersage der Temperatur-Differenz zum langjährigen Mittel, Dezember 2017

CFS-Modell: Vorhersage der Temperatur-Differenz zum langjährigen Mittel, Dezember 2017

Copyright: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/CFSv2/CFSv2seasonal.shtml

Januar

 

CFS-Modell: Vorhersage der Temperatur-Differenz zum langjährigen Mittel, Januar 2018

CFS-Modell: Vorhersage der Temperatur-Differenz zum langjährigen Mittel, Januar 2018

Copyright: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/CFSv2/CFSv2seasonal.shtml

Februar

 

CFS-Modell: Vorhersage der Temperatur-Differenz zum langjährigen Mittel, Februar 2018

CFS-Modell: Vorhersage der Temperatur-Differenz zum langjährigen Mittel, Februar 2018

Copyright: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/CFSv2/CFSv2seasonal.shtml

März

 

CFS-Modell: Vorhersage der Temperatur-Differenz zum langjährigen Mittel, März 2018

CFS-Modell: Vorhersage der Temperatur-Differenz zum langjährigen Mittel, März 2018

Copyright: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/CFSv2/CFSv2seasonal.shtml

Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/CFSv2/CFSv2seasonal.shtml

 

 

Linktipps:

Im Winter jede Woche aktuell: Der Skiinfo-Schneebericht mit Infos zu aktuellen Schneefällen und Schneevorhersagen

Alle Skigebiete mit exakter Schneevorhersage (für die kommenden drei Tage) findet ihr hier: Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien

Alle aktuellen Schneehöhen aus Deutschland gibt es hier

Alle aktuellen Schneehöhen aus Österreich gibt es hier

Alle aktuellen Schneehöhen aus der Schweiz gibt es hier

Alle aktuellen Schneehöhen aus Frankreich gibt es hier

Alle aktuellen Schneehöhen aus Italien gibt es hier

Alle Schneefälle der letzten 72 Stunden findet ihr hier.

El Nino und La Nina - erklärt bei kachelmannwetter: http://wetterkanal.kachelmannwetter.com/was-ist-el-nino-was-ist-la-nina/

 

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