© Alain GROSCLAUDE/AGENCE ZOOM
Neue Gesichter braucht das Land! Und diese neuen Gesichter gab es durchaus in der Saison 2011/2012. Natürlich sind darunter auch ein paar alte Hasen, die in diesem Winter den Sprung nach ganz oben geschafft haben. Wir schauen und die Gewinner des Jahres an, aber auch die Aussteiger.

Zwei Damen stoßen nach vorn

Beginnen wollen wir mit den Damen und Herren, die in diesem Jahr im Weltcup erstmal richtig durchstarteten. Tina Weirathers Talent kennen wir schon lange, vier schwere Knieverletzungen hat die Tochter von Harti Weirather und Hanni Wenzel erdulden müssen, bis sie es mal rauslassen konnte. Tina war insgesamt fünfmal auf dem Podium, wurde sogar Zweite in der Abfahrtswertung (2011: Platz 38) und Siebte im Super-G. Eine tolle Speed-Saison!

Fenninger etabliert sich

Ja, natürlich ist Anna Fenninger als Weltmeisterin in der Kombination kein unbeschriebenes Blatt mehr. Aber sie hat im Weltcup in diesem Jahr einen großen Schritt nach vorne gemacht. Platz fünf im Gesamtweltcup, vier im Riesenslalom, wo ihr auch der erste Weltcupsieg gelang und Rang drei im Super-G. Sechsmal stand Fenninger auf dem Treppchen. Noch so ein Schritt - und die hübsche Österreicherin kämpft bald um die große Kugel mit.

Beat Feuz - noch die Nummer zwei

Es war fast tragisch, wie Beat Feuz im Super-G von Schladming ins Ziel abfuhr. Er hatte alles gegeben und alles verloren. Und doch war das natürlich eine herausragende Saison für den 'Kugelblitz': Zweiter im Gesamtweltcup (im Vorjahr war er 22.), zweitbester Abfahrer, Dritter im Super-G, zweitbester Kombinierer ... Nur eine Kugel, die war Feuz leider nicht vergönnt, trotz 13 Podiums und vier Siegen. Doch Feuz ist noch jung. Er wird es 2013 eben erneut versuchen.



Hannes Reichelt: Heraus aus dem Schatten

Wer war der zweitbeste Österreicher im Ski-Weltcup? Nicht Abfahrtschamp Klaus Kröll, auch nicht All-Star Benni Raich oder Romed Baumann. Es war Hannes Reichelt. Der arbeitete sich im Saisonfinale noch auf über 1000 Punkte und zählte in Abfahrt (von 36 auf Rang vier), Riesenslalom (von zwölf auf fünf) und Super-G (von fünf auf acht) zur absoluten Weltspitze. Sieben Podestplätze gehen auf Reichelts Konto. So gut war er noch nie.

Pinturault - der kommende Mann aus Frankreich

Dass aus Alexis Pinturault einmal 'was werden würde, war eigentlich klar. Der Franzose hat sein Talent bereits mit zwei Junioren-Weltmeistertiteln untermauert. Zu den Großen gehört er auch im Weltcup jetzt. Der Zehnte des Gesamtweltcups zählt im Riesenslalom (von 22 auf Platz vier) zu den Besten der Welt, hat sich Slalom enorm gesteigert (von Null auf 18) und ganz nebenbei in Moskau den City Event gewonnen. Ob's im nächsten Jahr noch höher hinaus geht?



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