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Gerade einmal neun Teams und damit so viele wie im Vorjahr hatten für den einzigen Nations Team Event gemeldet. Vor zwei Jahren hatten noch zwölf Länder ein Team gestellt. Auch die Gastgeber hatten mit Brem, Kirchgasser und Köhle sowie Franz, Mathis und Schörghöfer nicht die erste Wahl aufgeboten, dafür eine sehr motivierte Truppe. Norwegen schickte drei Junioren-Weltmeister plus Truls-Ove Karlsen - der Rest des Feldes wartete jedoch mit starken Teilnehmern auf. Dank der geringen Teilnehmerquote kamen alle bis auf Tschechien und Norwegen in der ersten Runde zu einem Freilos. Tschechien stieß mit einem knappen Sieg dann zum Feld der Viertelfinalisten hinzu.Die Strecken erwiesen sich dabei als ungleich: Die blaue Bahn war ab der Laufmitte schneller, daher gab es häufig Duelle, die erst 2:0 standen und nach Bahnwechsel 2:2 endeten und über die Zeit entschieden wurden.

Viertelfinale: Deutschland scheitert an der Schweiz

Für die Tschechen war im Viertelfinale dann aber Schluss, nur Marcel Mathis verlor sein Duell gegen Krystof Kryzl. 3:1 damit für Österreich. Im Anschluss traten die USA gegen Frankreich an und kam mit einem 2:2 weiter - auch weil Julia Mancuso eine sehr gute Zeit vorgelegt hatte. Danach durften die Deutschen ran: Maria Höfl-Riesch schlug Lara Gut klar, Felix Neureuther hatte Silvan Zurbriggen ebenfalls klar im Griff. Christina Geiger kam am Start schlecht weg und verlor ihr Duell. Als auch Fritz Dopfer gegen Markus Vogel verlor schauten alle auf die Zeiten - und die Schweizer waren schneller. Im letzten Viertelfinale scheiterten die hoch gehandelten Italiener klar mit 0:4 an Schweden.

Schweiz trotz Lara Gut im Finale

Lara Gut hatte nach dem Sieg in der Vorrunde schon nicht gejubelt. Sie hatte nach dem Einfahren über Rückenschmerzen geklagt und schwang nach zwei Toren ab. Die Schweiz lag somit gegen Schweden schnell 0:2 zurück - holte aber mit einer starken Wendy Holdener auf und zog gleich. Erneut sollte es über die Zeit reichen. Zuvor hatte sich Österreich denkbar knapp gegen die USA behauptet: Brem und Mathis verloren, Kirchgasser und Schörghofer bogen das Ergebnis aber wieder um und hatten dabei die besseren Laufzeiten.



Schweden holt Rang drei

Im Kampf um Platz drei stürzte Resi Stiegler - die Amerikanerin schien sich dabei ernstlich am Knie verletzt zu haben. Therese Borssen sammelte diesen Punkt für Schweden also kampflos ein. Tim Jitloff versuchte mit einem Blitzstart, den Nachteil der roten Bahn zu kompensieren - kam aber nicht vor Andre Myhrer ins Ziel. Aber die Amerikaner hatten ihre schnellsten Fahrer für die schnellere Bahn aufgespart: Julia Mancuso sorgte für das 2:1 gegen Frida Hansdotter und nährte mit ihrer top-Zeit die Hoffnungen der Amerikaner. Nolan Kasper allerdings blieb hängen und gab seinen Punkt an Hargin ab. Schweden wurde Dritter.

Österreich gewinnt

Im Finale traf nun Österreich auf die Schweiz - ein Nationenduell mit ungleichen Vorzeichen. Lara Gut stand dabei nur formell am Start - wegen der Rückenschmerzen konnte sie gegen Michaela Kirchgasser nicht ernsthaft antreten. Den ersten Punkt holte aber Wendy Holdener gegen Eva Maria Brem - dann jedoch lief es für die Gastgeber. Marcel Mathis schlug Markus Vogel, Schörghofer war schneller als Zurbriggen - 3:1 stand es am Ende.