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Klaus Kröll konnte einen Tag nach dem Sieg im Super-G auch die Abfahrt in Kvitfjell (NOR) gewinnen. Und diesmal musste er sich den Platz ganz oben auf dem Podest nicht teilen, sondern fuhr in 1:45,76 Minuten alleine die schnellste Zeit. Wieder nur ganz knapp geschlagen wurde Kjetil Jansrud, der 0,02 Sekunden hinter Kröll lag. Auf den dritten Rang kam Aksel Lund Svindal aus Norwegen (+ 0,48 Sekunden).

Jansrud legt mit Startnummer eins vor

Die Abfahrt begann gleich mit einem Paukenschlag. Mit der Startnummer eins ging kein geringerer als Kjetil Jansrud an den Start. Der Norweger beherrschte die Trainings und war auch am Freitag als Dritter vorne dabei. Mit viel Selbstvertrauen nahm er die Abfahrt in Angriff und fuhr auf einer engen und starken Linie ein schnelles Rennen. Ohne sichtbaren Fehler kam er mit einer guten Zeit ins Ziel und sollte lange in der Leaderbox bleiben.

Svindal nah an Jansrud dran

Als erster der Mitfavoriten kam dann Aksel Lund Svindal, der wieder gut fuhr und nah dran war an Jansrud. Im Mittelteil konnte er sogar ein bisschen Zeit auf seinen Landsmann gutmachen, doch es reichte nicht zur Führung. Mit 0,48 Sekunden war er hinter Jansrud und sorgte so für eine norwegische Doppelführung.

Kröll wieder knapp vorne

Nach Svindal fuhr einer der Sieger von Freitag, Klaus Kröll. Oben konnte der Österreicher den Rückstand zu Jansrud im Rahmen halten und fuhr wie schon beim Super-G im unteren Bereich etwas besser als der Norweger. Im Ziel waren es diesmal 0,02 Sekunden, die Kröll schneller war als Jansud. Was für eine knappe Entscheidung erneut! Nach Kröll enttäuschte der Kanadier Erik Guay, der mit über einer Sekunde Rückstand nicht in die Top-Ten kam.


Feuz sammelt wichtige Punkte

Nun musste Feuz kontern. Freitag war er noch gleichauf mit Kröll der Sieger, doch Samstag hatte der Schweizer einen Fehler im oberen Bereich und musste so viel Zeit liegen lassen. Unten konnte Feuz nicht mehr viel gutmachen und so reihte er sich hinter den Top 3 auf Platz vier ein. Dennoch ein weiteres gutes Resultat für den Schweizer im Rennen um den Gesamtweltcup.

Cuche nur Zehnter

Nach den beiden Österreichern Hannes Reichelt und Romed Baumann, die nicht für die vorderen Plätze in Betracht kamen, stieß sich Didier Cuche aus dem Starthaus. Mit einem Sieg hätte er eine Vorentscheidung im Abfahrtsweltcup erwzingen können, doch es kam ganz anders. Altmeister Cuche fand keine gute Linie und musste mit Platz zehn vorlieb nehmen. Ein kleiner Rückschlag für den Schweizer. Der Sieg ging damit hauchdünn an Klaus Kröll.

Sander in den Punkten

Die vier deutschen Starter hatten erneut mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun. Immerhin konnte sich diesmal Andreas Sander als 28. einige Weltcuppunkte sichern. Stephan Keppler (Platz 33), Tobias Stechert (Platz 43) und Josef Ferstl (Platz 51) kamen nicht unter die besten 30.

Spannung im Abfahrtsweltcup

Mit seinem Sieg hat Klaus Kröll sich die Führung im Abfahrtsweltcup geholt. Mit nunmehr 569 Punkten liegt er vor Didier Cuche (521 Punkte) und Beat Feuz (518 Punkte). Es bleibt also bis zum letzten Rennen beim Weltcup-Finale in Schladming spannend. Im Gesamtweltcup konnte Feuz seine Führung weiter ausbauen und hat jetzt 55 Zähler Vorsprung auf Marcel Hirscher.

Am Sonntag steht der zweite Super-G in Kvitfjell auf dem Programm.