© Michel COTTIN/AGENCE ZOOM
Ted Ligety hat im ersten Saisonrennen bei den Herren nichts anbrennen lassen. Der Riesenslalom-Weltmeister und Weltcupsieger sicherte sich auf dem eisigen Hang in Sölden den Sieg vor dem französischen Newcomer Alexis Pinturault und Lokalmatador Philipp Schörghofer. Fritz Dopfer sorgte mit Platz 13 für einen ordentlichen deutschen Auftakt.

Ligety legt vor

Im ersten Lauf deutete sich an, dass wie bei den Damen am Vortag das lange Flachstück am Rettenbachferner entscheidend sein würde, während Fehler im schwierigen und eisigen Steilhang sich weniger auf die Zeit niederschlugen. Ligety sorgte als zweiter Starter für die beste Laufzeit in Durchgang eins, wusste aber Carlo Janka, Philipp Schörghofer und den überraschend starken Franzosen Alexis Pinturault mit nur drei Zehnteln Rückstand in Schlagdistanz.

Dopfer mit gutem Start - Neureuther verpasst Finale

Aus deutscher Sicht verlief der Herren-Opener in Sölden mit Schatten und Licht. Stefan Luitz und Dominik Schwaiger verpassten den zweiten Lauf letztlich deutlich, Felix Neureuther als 32. denkbar knapp. "Es ist immer schwierig beim ersten Rennen zu wissen, wieviel Gas man geben muss. Ich hab mir heute leider zuwenig zugetraut und bin jetzt 32. - das ist schon ziemlich ärgerlich," bilanzierte der Partenkirchner. Fritz Dopfer hingegen erfüllte die in ihn gestellten Erwartungen: Mit einem guten zweiten Lauf, bei dem er die drittbeste Laufzeit erzielte, verbesserte er sich vom 21. Rang nach dem ersten Lauf noch auf Platz 13 und sammelte wichtige Punkte. "Die Ausfahrt aus dem Steilhang ist hier brutal wichtig," verriet Dopfer im Anschluss. "Die Vorbereitung hat Früchte getragen, jetzt kann man entspannt in die Saison gehen."



Kostelic Schnellster im Finale

Den zweiten Lauf erwischte Ivica Kostelic am besten. Der Gesamtweltcupsieger hatte sich über Rang 18 im ersten Lauf geärgert, am Ende stand mit Platz fünf ein ordentliches Resultat zu Buche. Bei der Entscheidung bewies Pinturault, dass er zu den härtesten Widersachern Ligety zu zählen sein wird: Ohne Respekt brachte er seinen Lauf ins Ziel und verbesserte sich noch auf Rang zwei. Routiniert ließ sich der Amerikaner aber davon nicht beirren und hielt seinen Vorsprung - der erste Saisonsieger war gefunden.

Comebacks der Österreicher: Hirscher schon weit vorne

Mit viel Aufmerksamkeit wurde in Sölden auf die Comebacks der Österreicher geachtet. Für Marcel Hirscher lief es dabei sehr gut - der geteilte sechste Rang mit Thomas Fanara war ein sehr gutes Ergebnis. Für Benjamin Raich lief es nicht ganz so gut: Rang 19 war sein Ergebnis. Für die Herren geht es nun Mitte November in Levi (FIN) mit einem Slalom weiter.