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Die Sicherheit der Fahrer soll im Fokus stehen: Der Internationale Skiverband FIS hat mit Blick auf die steigende Anzahl schwerer Verletzungen im Ski-Weltcup eine Entscheidung bekannt gegeben, die erst im Herbst offiziell sanktioniert werden soll. Demnach wird es ab der Saison 2012/2013 völlig andere Rennski geben. Vor allem im Riesenslalom werden die Ski viel länger werden. Die Carving-Zeiten sind demnach vorbei.

Die Rückkehr der langen Latten
Auf die Athleten im Weltcup kommen völlig neue Zeiten zu. Die Änderungen, die für die Saison 2012/2013 geplant sind, betreffen hauptsächlich die Riesenslalom-Rennski. Die sollen deutlich länger werden: Mindestlängen von 1,95 m (plus 10 cm) bei den Herren und 1,88 m (plus 8 cm) bei den Damen sind vorgesehen, außerdem wird der Ski schmaler (maximal 95 mm) und der Radius deutlich größer (Herren: 40 statt 27m, Damen: 35 statt 23m). Das bedeutet: Im Oktober 2012 fahren die Aktiven wieder Ski wie zuletzt in den 90ern. Carving ade!

Lehren ziehen aus vielen Verletzungsfällen
Die Entscheidung kommt doch etwas überraschend, wenn auch die letzten zwei Saisons mit verheerenden Verletzungsfällen ein Umdenken in jedem Fall erfordert haben. Die zuständige FIS-Kommission unter Vorsitz des Österreichers Toni Giger hat die Daten der Verletzungen analysiert und eine Entscheidung getroffen, die Aktive wie der Österreicher Benjamin Raich schon lange eingefordert hatten. Für die Industrie sind die neuen Vorgaben, die im Detail noch fixiert werden müssen, eine echte Herausforderung. Für die Aktiven nicht minder - in Sölden 2012 wird eine ganz andere Skitechnik vonnöten sein, um schnell zu fahren.