Die Helfer in Lenzerheide (SUI) hatten alle Hände voll zu tun, um den Damen eine renntaugliche Piste für den Slalom zu präparieren. Schnee und Regen sowie schlechte Sichtverhältnisse setzten den Helfern und Fahrerinnen zu, aber der erste Durchgang konnte dann doch problemlos durchgeführt werden und auch die Athletinnen jenseits der ersten Startgruppe hatten noch ordentliche Bedingungen.

Riesch beweist Nervenstärke
Nach der ersten Läuferin, Nastassia Noens aus Frankreich, kam direkt Maria Riesch an die Reihe. Der Kurs wurde von ihrem Trainer gesetzt und oben kam sie gut in den Lauf. Ohne großen Fehler, aber auch ohne das letzte Risiko kam die Deutsche ins Ziel und war sichtlich zufrieden. Riesch hielt dem Druck stand und zeigte einen sehr soliden Lauf, der sie auf Platz zwei nach Durchgang eins hieven sollte. Riesch nach dem Lauf: „Ich hatte ein gutes Gefühl und es war ein Schritt nach vorne. Ich war locker am Start und es hat gut funktioniert.“

Schild nicht zu schlagen
Was auf dem Kurs möglich war, zeigte dann Marlies Schild, die wie gewohnt in einer etwas anderen Liga fuhr. Mit einer klaren Bestzeit und fast eine halbe Sekunde vor Riesch kam die Österreicherin ins Ziel. Die Siegerin der kleinen Kristallkugel im Slalom sollte dann auch die Bestzeit im ersten Durchgang fahren. Ihre Teamkollegin Kathrin Zettel danach blieb deutlich zurück, ebenso wie Maria Pietilae-Holmner aus Schweden oder auch Tanja Poutiainen (FIN) und viele weitere Topfahrerinnen.


Vonn kann nicht kontern
Tina Maze fuhr mit viel Selbstvertrauen. Nur 0,7 Sekunden Rückstand hatte die Slowenin im Ziel und ist Dritte nach dem ersten Durchgang. Dann war Lindsey Vonn an der Reihe. Die US-Amerikanerin konnte nicht ihre Klasse andeuten und ihr gelang kein guter Lauf. Da hatte sie deutlichen Rückstand im Ziel und muss im Finale klar zulegen, wenn sie noch eine Chance auf eine vordere Platzierung haben möchte.

Susanne Riesch und Christina Geiger in den Top 10
Susanne Riesch mit der Startnummer 10 fuhr sehr aggressiv und ging einige Male ans Limit. Sie blieb aber im Kurs und wurde mit dem siebten Zwischenrang belohnt. Katharina Dürr, die dritte deutsche Starterin, verlor etwas mehr Zeit vor allem im unteren Bereich und muss mit knapp zwei Sekunden Rückstand in den zweiten Lauf gehen. Auch Fanny Chmelar fiel deutlich zurück und hat gar über zwei Sekunden Rückstand im Ziel. Mit Startnummer 20 bewies auch Christina Geiger, dass noch etwas aus der Piste zu machen ist. Sie schaffte den sechsten Platz und war sehr zufrieden.

Das spannende Finale soll um 12.30 Uhr stattfinden. Wir sind im Liveticker natürlich mit dabei!