© Alexis BOICHARD/AGENCE ZOOM
Beim zweiten Training der Damen in Lake Louise wurde erneut auf der verkürzten Strecke vom Super-G Start aus gefahren. Erneut sehr stark präsentierte sich Julia Mancuso, die in 1:30,19 die schnellste Zeit fuhr. Hinter ihr platzierten sich Tina Maze (+0,16 Sekunden) und Anna Fenninger (+0,50 s). Maria Riesch wurde Zehnte und landete damit noch vor Topfavoritin Lindsey Vonn.

Eisige Strecke
Lake Louise präsentiert sich als eisiges Vergnügen für die Damen. Lindsey Vonn beklagte nach dem ersten Training den Zustand der Piste als zu gefährlich für die Damen. Vielleicht hielt sie sich auch deshalb im zweiten Training noch zurück, als 19. hatte der Superstar 1,24 Sekunden Rückstand auf Teamkollegin Mancuso. Die gehört nach der zweiten Topfahrt im zweiten Training zu den Sieganwärterinnen in Kanada. Erneut gut fuhr auch die Vortagesschnellste Marion Rolland, bei den Österreicherinnen waren diesmal zwei andere vorn dabei. Anna Fenninger und Nicole Schmidhofer belegten die Ränge drei und vier, mit gut einer halben Sekunde Rückstand. Richtig nahe kam Mancuso am Mittwoch nur die Slowenin Tina Maze.

Riesch tastet sich heran
Für Maria Riesch geht es wie so oft in den Trainingsläufen schrittweise nach vorne. Als Zehnte war sie erneut beste Deutsche und nur noch knappe sieben Zehntel hinter der Bestmarke. "Ich freue mich enorm, wieder lange Ski unter den Füßen zu haben. Ich habe zwar seit Ende September beim Lehrgang in Chile nur einmal Super-G trainiert, vergangene Woche in Vail, aber ich habe trotzdem ein positives und sehr gutes Gefühl. Die Rennen in Lake Louise kommen mir entgegen," so Riesch, die im Rennen natürlich noch weiter hinaus will: "Mein Ziel ist es, um das Podium mitzufahren."

Stechert 18. - Top Ten als Ziel
Auch für Speed-Spezialistin Gina Stechert lief es im zweiten Test besser. Rang 18 mit 1,23 Sekunden Rückstand standen für sie zu Buche. Auch sie hat aber höhere Ziele: "Ich fühle mich in Lake Louise wohl, die Strecke liegt mir. Vor allem die Gleitpassagen kommen mir entgegen. Mit der Vorbereitung bin ich sehr zufrieden. Mein Ziel ist es daher, mich in den Top10 zu platzieren," äußerte Stechert.

Stauffer: "Fahrt aufnehmen"
Auch Bundestrainer Thomas Stauffer hofft auf viele Punkte. "Die Voraussetzungen unserer Athletinnen für die ersten Speed-Rennen der Saison sind individuell sehr unterschiedlich," erklärte er. "Maria Riesch ist bis auf eine Super G-Einheit in Vail vergangene Woche seit dem September-Lehrgang in Chile nicht mehr auf langen Ski gestanden. Für Maria sind die Trainingsläufe wichtig, um wieder Fahrt aufzunehmen. Viktoria Rebensburg hat in der Vorbereitung neben dem Riesenslalom auch immer wieder einige Super G-Fahrten absolviert. Reine Abfahrten ist sie dagegen keine gefahren. Auch für sie gilt es daher, die Trainings bestmöglich zu nutzen. Das Ziel für Viktoria ist es, in den Abfahrten Punkte zu sammeln, um sich weiterhin in den Top30 zu halten. Gina Stechert und Isabelle Stiepel zeigten in Nakiska in Teilbereichen gute Leistungen. Beiden sollte es gelingen Weltcup-Punkte aus Lake Louise mitzunehmen."

Letztes Training geht über volle Distanz
Das Ziel Top30 konnte Viktoria Rebensburg im zweiten Training als 28. bereits erfüllen. Isabelle Stiepel blieb als 42. noch außerhalb der Punkteränge. Im Training mit aktiv war auch wieder Katharina Dürr, die als 58. aber noch Lehrgeld zahlen musste und auch nicht im Rennen eingesetzt werden wird. Der letzte Trainingslauf am Donnerstag soll wie die beiden Abfahrten selbst vom etatmäßigen Start, also über die volle Länge, stattfinden.