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Der erste Riesenslalom der Herren in Sölden fand nur zur Hälfte statt: Der zweite Durchgang konnte wegen einer hartnäckigen Nebelbank nicht ausgetragen werden. Zwischen 13:00 Uhr und 14:45 Uhr verlegte die Rennleitung den Start in Viertelstundenabschnitten - doch die Sicht verbesserte sich nicht. Damit müssen die Herren bis Levi auf das erste gewertete Rennen dieser Weltcup-Saison warten.

Erster Durchgang: Lust auf mehr
Dabei hatte der erste Lauf durchaus einen spannenden Wettkampf versprochen. Die besten sieben Fahrer lagen innerhalb von knapp vier Zehntelsekunden, den Sieger von Sölden hätte man nicht vorhersagen können. Vorgelegt und einen guten Formstand demonstriert hatten insbesondere die Spezialisten. Bei bereist schwieriger Bodensicht blieb kein Fahrer ganz ohne Fehler. Ted Ligety eröffnete das Rennen und konnte seine Startnummer eins fast verteidigen. Nur Cyprien Richard unterbot die Zeit des Amerikaners um zwei Hundertstel. Allerdings blieben gleich mehrere Fahrer ganz dicht dran: Davide Simoncelli, Philipp Schörghofer, Marcel Hirscher und Kjetil Jansrud waren gerade einmal 15 Hundertstel zurück und damit voll auf Siegkurs.

Allrounder noch nicht in Bestform
Gerade die hoch gehandelten Allrounder erfüllten die Erwartungen hingegen noch nicht: Benni Raich, Didier Cuche und Carlo Janka handelten sich im Steilstück jeweils großen Rückstand ein, Aksel Lund Svindal kompensierte als einziger seine zwei groben Schnitzer durch seine Gleiteigenschaften im Flachstück und blieb damit noch an der Spitze dran. Auch Bode Miller war als 23. noch nicht in Bestform, allerdings ist der Riesenslalom auch nicht seine Spezialdisziplin.

DSV: Neureuther mit Selbstvertrauen
Schade war die Absage auch für Felix Neureuther. Sein mutiger erster Lauf wurde mit Rang 18 honoriert und darf als Beleg für seine Ambitionen in diesem Winter gelten. Auch Fritz Dopfer qualifizierte sich für Durchgang zwei und wurde durch den Nebel um seine Chance auf Weltcup-Zähler gebracht. Debütant Stefan Luitz fiel mit hoher Startnummer aus dem Rennen.



Drei Wochen Pause
Mit der Absage in Sölden haben die Skirennfahrer nun wieder etwas Pause, ehe am 13. und 14. November in Levi ein Slalom für Damen und Herren ansteht. Da eine Absage des Weltcup-Openers nicht zu einem Ersatztermin führt, wird es für die Herren in dieser Saison nur sieben Riesenslaloms geben.