© Maria Holaus
Sie hatte es bereits angedeutet - nun ist es amtlich: Österreichs Speed-Hoffnungsträgerin Maria Holaus, lange Zeit als mögliche Nachfolgerin für Speed-Queen Renate Götschl gehandelt, hängt die Skier an den sprichwörtlichen Nagel.

Zu viele Rückschläge
Ihre Karriere war gezeichnet von Verletzung und Rückschlägen. Wir kaum eine andere Skirennläuferin musste Maria Holaus ein ums andere Mal zurückkommen, kämpfen, um dann erneut wieder eine Verletzung hinzunehmen. Oft startet sie hoffnungsvoll in eine neue Saison, um endlich an die großen Erwartungen anknüpfen zu können, die Österreich in sie setzte. Am Ende war es zuviel. Marias Knieschäden ließen sich nicht wegdiskutieren.

Größter Triumph in Cortina
Der letzte Rückschlag erfolgte im Januar 2010 in Haus. "Ich bin vor der Abfahrt durch den Riesenslalom-Einfahrlauf gefahren. Auf einem Rechtsschwung bin ich am Innenski ausgerutscht und ziemlich unglücklich genau gegen den Absatz des Pistenrandes gerutscht," beschrieb Holaus ihren Crash im Interview mit ski2b.com. Bereits dort deutete sie an, dass sie vielleicht nicht mehr zurückkommen will. Nun ist die Entscheidung gefallen. Damit bleibt der einzige Weltcup-Sieg im Super-G von Cortina d'Ampezzo Holaus größter Erfolg.



Wer füllt die Lücke?
Als herben Verlust bezeichnete daher auch ÖSV-Cheftrainer Herbert Mandl im Rahmen des Trainingslagers im Seewinkel. Er muss sich nun Gedanken machen, wer die Lücke im Speedbereich der Damen füllen soll - schon im letzten Winter hatten die Österreicherinnen hier nicht brilliert.