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Scott Macartney hat seine aktive Karriere als Skirennläufer beendet. Der US-Amerikaner gab seine Entscheidung bereits im März bekannt. Zwölf Jahre raste der Speed-Spezialist die Pisten des Ski-Weltcups herunter. Nach seinem schweren Sturz in Kitzbühel konnte er den Anschluss an die Weltspitze nicht mehr hertstellen.

Kontakt zu Teammitgliedern bleibt bestehen
Zweimal nahm Scott Macartney an Olympischen Winterspielen teil. Dabei erreichte er 2006 in Turin als Siebter einmal die Top Ten im Super-G. Im Weltcup schaffte der 32-Jährige zweimal den Sprung auf das Podium: 2006 im Super-G von Garmisch-Partenkirchen wurde er Zweiter und 2007 in Gröden Dritter der Abfahrt. "Es gibt viele Dinge, auf die ich im Renngeschehen stolz bin, aber einige der größten Erinnerungen sind ziemlich neu. Der Trip unseres Speed-Teams im vergangenen Sommer nach Moab zum Mountainbiking war für unsere Gruppe unglaublich. Es war cool, zusammen zu kommen und uns abseits des Skirenngeschehens zu bekämpfen. Es gibt freundschaftliche Verbindungen zu den Jungs, die ein Leben lang halten werden", ist sich Macartney sicher, dass er seine ehemaligen Teammitglieder nicht aus den Augen verlieren wird.

Sturz bei der Hahnenkammabfahrt 2008
Grund für seinen Rücktritt ist seine körperliche Verfassung. Auf dem Weg ganz nach vorne im Skiweltcup wurde er an seinem 30. Geburtstag in Kitzbühel brutal gebremst. Macartney stürzte beim Zielsprung der Abfahrt und rutschte bewusstlos ins Ziel. Danach war er nicht mehr in der Lage, seinen Vormarsch fortzusetzen: "Ich wollte in die Top Ten, in die Top Five, aber es war immer mehr davon abhängig, wie sich mein Körper anfühlte. Mein Rücken und meine Hüfte schmerzten." Sein Wissen nimmt er mit in sein zukünftiges Leben. Der US-Amerikaner hat damit begonnen eine Datenbank für die Trainerausbildung anzulegen und denkt darüber nach, Athleten dabei zu helfen, den nächsten Schritt in ihrem Leben nach der Rennkarriere zu machen.