© OK GAP 2011 - Marcel Lämmerhirt
Beim Weltcupfinale in Garmisch-Partenkirchen ist im vorletzten Rennen der Saison endgültig die Entscheidung im Kampf um die große Kristallkugel gefallen. Im Super-G raste Lindsey Vonn zu ihrem elften Saisonsieg, mit dem sie ihren Titel als Gesamtsiegerin zum dritten Mal in Folge feiern konnte. Maria Riesch verpasste als Vierte das Podium knapp.

Styger entscheidet Gesamtweltcup
Als Nadia Styger ins Ziel kam und Maria Riesch vom zweiten auf den dritten Rang verdrängte, stand Lindsey Vonn als Gesamtsiegerin im Weltcup fest. Vonn ging als 22. und damit letzte Starterin im siebten Super-G des Winters auf die Kandahar-Piste und konnte so trotz ihrer Knieprellung vom Sturz im Riesenslalom gestern befreit auffahren. Einmal mehr in diesem Winter zeigte sie einen eindrucksvollen Lauf. Immer auf Zug und mit sehr direkten Linie beendete sie die Super-G-Saison dann in 1:19,30 Minuten auch mit einer Bestzeit.

Fehler im unteren Abschnitt verhindert Sieg
Mit Startnummer acht raste zunächst Maria Riesch in 1:19,89 Minuten zur Bestzeit. Dabei lag sie zwischenzeitlich über eine Sekunde vorne. In der FIS-Schneise verpasste die Lokalmatadorin aber die Linie und büßte noch einmal einige Zehntel ein. Ohne diesen Fehler hätte die Partenkirchenerin auch im dritten Rennen des Weltcupfinals das Podium erreicht und wahrscheinlich auch gewonnen. "Ich ärgere mich schon ein bisschen, so ist es ja die ganze Saison im Super-G gewesen", bilanzierte Riesch, die am kommenden Samstag noch ihre Chance auf die Slalom-Kristallkugelö wahrnehmen kann. "Das ist das Rennen der Saison", so Riesch, die mit den Plätzen eins, drei und vier beim Weltcup-Finale bisher sehr zufrieden sein darf.

Rebensburg fällt aus, Fischbacher stürzt
Die erste Konkurrentin, die ihre Zeit unterbot, war Elisabeth Görgl. Die Österreicherin wurde nachher nur noch von Lindsey Vonn geschlagen und freute sich beim Saisonabschluss über den zweiten Rang. Die zweite deutsche Starterin Viktoria Rebensburg schied nach einem Fahrfehler aus. Eine Schrecksekunde gab es, als Olympiasiegerin Andrea Fischbacher sich nach einem Schlag überschlug und schwer stürzte. Die Österreicherin konnte aber später selbst ins Ziel fahren.