Auf der Saslong in Gröden hat Michael Walchhofer die Bestzeit im ersten Training erreicht. Der österreichische Speed-Spezialist raste in 2:00,55 Minuten zur Bestzeit. Damit zählt der Abfahrtssieger auf der Saslong der beiden vergangenen Jahre auch in diesem Jahr zu den Top-Favoriten auf den obersten Stockerl-Platz.

Kamelbuckel bereiten keine Probleme
Michael Walchhofer, der am vergangenen Wochenende in Val d’Isère den anspruchsvollen Super-G gewann, scheint auch in Gröden gut zurecht zu kommen. Der Altenmarkter verwies bei klirrender Kälte - im Zielbereich wurden - 9 Grad Celsius gemessen - , aber strahlendem Sonnenschein Aksel Lund Svindal und Hans Olsson auf die Plätze. Vor einem Jahr hatte Walchhofer die Abfahrt in 1:50,57 Minuten gewonnen. Auf der bestens präparierten Piste blieb er heute knapp über der Zwei-Minuten-Schallmauer. Zufrieden präsentierte sich Walchhofer nach dem Training: "Die Saslong präsentiert sich in einem hervorragenden Zustand. Vor allem die Schneeverhältnisse sind genauso wie ich es mir wünsche. Die Kamelbuckel sind in diesem Jahr eigentlich problemlos zu bewältigen."

Mit gebrochener Rippe auf Rang sechs
Didier Cuche, der mit gebrochener Rippe startete, ließ als Sechster sogar alle schweizerischen Teamkollegen hinter sich. Bester Italiener war Werner Heel aus dem Passeiertal. Der Super-G-Sieger des Vorjahres platzierte sich auf Platz sieben mit 0,83 Sekunden Rückstand: "Für mich war die Piste heute langsamer als erwartet. Der Schnee auf der Saslong ist in diesem Jahr noch aggressiver als in Amerika. Allerdings bin ich sicher, dass es morgen schon sehr viel schneller sein dürfte. Ansonsten hatte ich keine Probleme." Der zweitplatzierte Aksel Lund Svindal sprach sogar davon, dass "die Strecke zwar schön, aber eigentlich auch sehr leicht zu bewältigen ist. Das liegt vor allem an den hervorragenden Schneeverhältnissen."



Stecherts Vormarsch gestoppt
Die deutschen Herren starteten zu fünft ins erste Training. Am Ende war Andreas Strodl in 2:03,10 Minuten auf Platz 32 der schnellste DSV-Athlet. Sieben Plätze dahinter landete Peter Strodl. Hannes Wagner und Stephan Keppler kamen nur auf die Positionen 59 und 61. Tobias Stechert, der sich im ski2b-Interview vor dem Weltcup in Gröden noch Hoffnungen auf eine "super Fahrt" und einen Platz unter den ersten 15 gemacht hatte, schied in der unteren Hälfte der Saslong aus. Seine Zwischenzeiten ließen aber die Vermutung zu, dass er im Ziel wohl der schnellste Deutsche gewesen wäre. Bei der Zwischenzeit vor seinem Ausscheiden wurde der Oberstdorfer mit der 23.-schnellsten Zeit gemessen. Wenn Stechert am Samstag in der Abfahrt starten will, muss er am morgigen Donnerstag beim zweiten und letzten Training in Gröden das Ziel erreichen.