Die Handverletzung von Stephan Görgl ist doch schwerwiegender als angenommen: Der Österreicher hatte sich im Riesenslalom von Beaver Creek eine Luxation und einen Trümmerbruch in der rechten Handwurzel zugezogen. Derzeit behandelt er die verletzte Hand mit sanften Therapiemethoden. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird eine Operation dennoch unumgänglich sein: Ende der Woche ist jedenfalls vorsorglich ein Operationstermin in Innsbruck anberaumt. Zumindest für die Rennen in Val d‘Isère muss Stephan Görgl jetzt passen - um danach so schnell wie möglich wieder in den Weltcup einzusteigen.

Verschobener Daumen
„Wie es im Moment aussieht, werde ich um eine Operation doch nicht herumkommen. Es ist ein luxierter Trümmerbruch und der Daumen ist verschoben“, sagt Stephan Görgl nach einer neuerlicher Röntgenuntersuchung und zwei Gesprächen mit einem Hand-Spezialisten in Innsbruck. Seit seiner Verletzung im Riesenslalom von Beaver Creek hat er die verletzte Hand ausschließlich mit alternativen Therapiemethoden versorgt: „Ich vertraue eher auf die Selbstheilungskompetenz meines Körpers, damit habe ich bei meiner schweren Knieverletzung schon sehr gute Erfahrungen gemacht. Das hat auch bei meiner Hand schon eine gute Wirkung getan, ich merke, dass der Heilungsprozess voll im Gange ist. Ich habe heute noch ein Gespräch mit meiner Ärztin Gitti Auer, danach wird die endgültige Entscheidung fallen, ob und, wenn ja, wann ich die Hand operieren lasse, was nach aktuellem Stand wahrscheinlich ist.“ Vorgesehener Termin: Freitag, 11. Dezember in Innsbruck.



„Für Val d‘Isère muss ich passen ...“
Für das Wochenend-Double in Val d‘Isère muss Görgl mit Sicherheit passen; er hat aber die Hoffnung, danach wieder in den Weltcup einsteigen zu können. Nächste Station wäre für ihn der Super G in Gröden am 18. Dezember. Stephan Görgl: „Ich habe mir heute bereits eine Spezialschiene anpassen lassen, die ich in jedem Fall, mit oder ohne Operation, brauchen werde. Jetzt vertraue ich meinem Körper, dass er die gebrochene Handwurzel so schnell wie möglich selber wieder repariert, vielleicht mit Unterstützung eines operativen Eingriffs.“