Mit einem starken Damen-Kontingent für Aspen und einem Problemkind bei den Herren geht der DSV in die Rennen in Aspen (USA) und Lake Louise (CAN). Insbesondere im Riesenslalom und Slalom in den USA sind deutsche Erfolge zu erwarten.

Mathias Berthold, Bundestrainer Damen:
"Das Gros der Mannschaft ist am vergangenem Wochenende in die USA geflogen. Die Moskau-Starterinnen Maria Riesch und Fanny Chmelar stießen am Montag zum Team. Derzeit trainieren wir in Vail, der Transfer nach Aspen ist für Donnerstag geplant. Im Riesenslalom gehen wir mit einer kompakten Mannschaft, bestehend aus Kathrin Hölzl, Maria Riesch und Viktoria Rebensburg, an den Start. Kathrin und Maria haben sowohl in der Vorbereitung als auch zuletzt im Training gezeigt, dass sie auf hohem Niveau fahren. Beide sind in der Lage, bessere Ergebnisse als beim Saison-Auftakt in Sölden zu erreichen. Ebenfalls in einer guten Form präsentiert sich Viktoria Rebensburg, die nach ihrem achten Platz von Sölden mit viel Selbstvertrauen in das Rennen gehen kann.

Im Slalom stellen wir mit neun Rennfahrerinnen im internationalen Vergleich erneut eine sehr große Mannschaft. Unser Ziel ist es, mit mehr Athletinnen im Finale präsent zu sein, als das in Levi der Fall war. Susanne Riesch, Kathrin Dürr und Fanny Chmelar können nach ihren guten Ergebnissen ohne Druck starten. Maria Riesch gehört nach ihrem Erfolg in Finnland ohnehin zu den Favoritinnen. Die Motivation der weiteren Starterinnen ist hoch. Für sie lautet das Ziel, den zweiten Durchgang zu erreichen.“



Maria Riesch:
„Ich fahre mit etwas gemischten Gefühlen nach Aspen. Weniger aufgrund der Kreuzbandverletzung, die ich mir 2005 dort zugezogen habe - die ist längst abgehakt. Vielmehr liegt mir das Gelände generell nicht so sehr. Das betrifft sowohl den Riesenslalom als auch den Salom, wo ich im letzten Jahr mit Rang sechs mein schwächstes Saisonergebnis eingefahren habe. Gerade deshalb habe ich mir aber viel vorgenommen: Im Riesenslalom möchte ich eine bessere Platzierung als in Sölden erreichen und im Slalom, wo es in Levi sehr gut lief, möchte ich um einen Platz auf dem Podest kämpfen.“

Herren: Nominierung nach den Trainingsläufen
Beim Speed-Auftakt in Lake Louise wäre jeder Weltcup-Punkt für die deutsche Mannschaft als Erfolg zu werten. Dem DSV-Team stehen fünf Startplätze in der Abfahrt und vier im Super-G zur Verfügung. Die Starter werden vom Trainerteam unter der Führung von Karlheinz Waibel nach den Trainingsabfahrten in Lake Louise nominiert.

Karlheinz Waibel, Bundestrainer Herren:
"Wir hatten in Nakiska (CAN) sehr gute Trainingsmöglichkeiten mit internationaler Beteiligung. Im Vergleich zu den Konkurrenten aus Italien, Norwegen, Frankreich und der Schweiz haben sich unsere Athleten gut präsentiert. Sowohl die Leistungen als auch die Einstellung waren positiv. Die Stimmung im Team ist ebenfalls sehr gut und so gehen wir optimistisch in die ersten Speed-Rennen der Saison. Einzig Stephan Keppler macht uns aufgrund aufgetretener Rückenprobleme etwas Sorgen. Er musste einige Tage pausieren, möchte aber unbedingt den Saisonauftakt bestreiten. Wer letztendlich in Lake Louise zum Einsatz kommt, wird nach den Trainingsleistungen entschieden.“

Stephan Keppler:
„Bis vor ein paar Tagen lief die Vorbereitung sehr gut. Leider machte mir dann aber mein Rücken Probleme. Ich kann mich derzeit nur sehr eingeschränkt bewegen und musste die vergangenen drei Tage pausieren. Ich hoffe bis zu den Rennen wieder fit zu werden. Ich habe mir vorgenommen in Lake Louise einen Platz unter den Top15 und damit die halbe Olympia-Qualifikation zu erreichen.“

Das Aufgebot:
Riesenslalom Damen:
Maria Riesch (SC Partenkirchen)
Kathrin Hölzl (WSV Bischofswiesen)
Viktoria Rebensburg (SC Kreuth)

Slalom Damen:
Maria Riesch (SC Partenkirchen)
Kathrin Hölzl (WSV Bischofswiesen)
Fanny Chmelar (SC Partenkirchen)
Susanne Riesch (SC Partenkirchen)
Katharina Dürr (SV Germering)
Marianne Mair (SC Reichersbeuern)
Nina Perner (Rheinbrüder Karlsruhe)
Christina Geiger (SC 1906 Oberstdorf)
Anja Blieninger (TSV Altenau)

Mögliche Starter für Super-G/Abfahrt Herren:
Stephan Keppler (WSV Ebingen)
Tobias Stechert (SC Oberstdorf)
Andreas Strodl (SC Partenkirchen)
Peter Strodl (SC Partenkirchen)
Hannes Wagner (SV Hindelang)
Felix Neureuther (SC Partenkirchen)