Für den Deutsche Skiverband starten beim Weltcup-Opening in Sölden insgesamt sechs Athletinnen und Athleten. Bei den Herren erhält Fritz Dopfer den einzigen Startplatz, das Damen-Team führt Weltmeisterin Kathrin Hölzl an.

Dopfer mit ehrgeizigem Ziel
Den Riesenslalom der Herren bestreitet Fritz Dopfer vom SC Garmisch. Dopfer hat sich mit überzeugenden Trainingsleistungen für einen Start in Sölden empfohlen. "Er bekommt deshalb die Chance, sich im internationalen Vergleich zu präsentieren. Bei Felix Neureuther reicht die Kraft nach überstandener Krankheit noch nicht aus, um das Rennen in Sölden zu bestreiten. Nicht zuletzt aufgrund der Höhenlage auf dem Rettenbachferner muss ein Athlet dort hundertprozentig fit sein. Felix ist es momentan noch nicht, deshalb macht ein Start keinen Sinn", erläutert Herren-Bundestrainer Karlheinz Waibel die Entscheidung. Dopfer selbst sieht sein Engagement belohnt und ist für den Auftakt optimistisch: "Ich fühle micht fit und bin gut in Form. Mein Ziel ist es, mich für den Finaldurchgang zu qualifizieren und Weltcup-Punkte zu holen."

Neureuther trainiert für Slalom-Auftakt
Weitere Trainingseinheiten stehen daher für Deutschlands besten Techniker Felix Neureuther auf dem Programm. Der Partenkirchener hat zwar nach überstandener Krankheit in den letzten Tagen wieder auf Schnee trainiert, er ist aber noch nicht in der körperlichen Verfassung, einen Weltcup-Riesenslalom zu bestreiten. Neureuther bereitet sich stattdessen auf den ersten Slalom des Winters in Levi vor: "Ich bin zuversichtlich, dass ich in Finnland wieder topfit bin."

Hölzl in guter Verfassung
Mathias Berthold, Bundestrainer der Damen, hat fünf Startplätze zur Verfügung. Neben der amtierenden Weltmeisterin im Riesenslalom Kathrin Hölzl starten Viktoria Rebensburg, Maria Riesch, Fanny Chmelar und Susanne Riesch. Mathias Berthold, Bundestrainer Damen, steckt bei seinen Athletinnen unterschiedliche Ziele: "Sölden ist traditionell die erste internationale Standortbestimmung nach den langen Monaten des Trainings. Wir freuen uns auf diesen ersten internationalen Vergleich, auch wenn die Trainingsmöglichkeiten in den letzten Wochen sehr schwierig waren. Wir wollen einen guten Saisonstart, sprich, vordere Platzierungen belegen. Hier liegen unsere Erwartungen in erster Linie bei Kathrin Hölzl, die im Training mit sehr guten Leistungen überzeugen konnte. Auch Maria Riesch und Viktoria Rebensburg sind in guter Verfassung. Für Fanny Chmelar und Susanne Riesch heißt es, im Riesenslalom Erfahrung zu sammeln. Das Erreichen des Finaldurchgangs wäre für die beiden Slalomspezialistinnen ein toller Erfolg."



Ohne Druck in die olympische Saison
Kathrin Hölzl sieht sich aufgrund ihres überraschenden Weltmeistertitels nicht in der Favoritenrolle: "Nach den vielen Trainingseinheiten in den letzten Monaten freue ich mich, in Sölden endlich wieder ein Rennen zu fahren. Die Vorbereitung lief gut und ich fühle mich ausgezeichnet. 'Weltmeisterlichen' Druck mache ich mir keinen. Im Gegenteil: Ich bin hoch motiviert, weiß, dass ich vorne mitfahren kann, und werde mein Bestes geben." Bei Maria Riesch sind die Voraussetzungen ganz anders. Der Riesenslalom war in der vergangenen Saison ihre schwächste Dizsiplin: "Der Riesenslalom in Sölden gehört zu den schwersten im Damen-Weltcup. Natürlich geht man da mit dem nötigen Respekt ran. Trotzdem möchte ich voll angreifen und zeigen, dass auch im Riesenslalom mit mir zu rechnen ist. Zufrieden wäre ich, wenn ich mich unter den Top 15 platzieren könnte."

Die DSV-Starter in Sölden:
Herren
Fritz Dopfer (SC Garmisch)

Damen
Kathrin Hölzl (WSV Bischofswiesen)
Maria Riesch (SC Partenkirchen)
Viktoria Rebensburg (SC Kreuth)
Fanny Chmelar (SC Partenkirchen)
Susanne Riesch (SC Partenkirchen)