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Der Auftakt steht an: Am 24. und 25.Oktober ist Sölden der erste Gradmesser für die Ski-Elite nach der langen Sommerpause. Dabei scheint der Riesenslalom am Rettenbachgletscher für einige Stars noch zu früh zu kommen, die Veranstalter sorgen sich um den Schnee.

Hoffen auf den Wintereinbruch
Kein Schnee in Sölden selbst, kein Schnee auf dem Giggijoch und auch auf 3.000 Metern, auf dem Gletscher, liegen gerade einmal fünf Zentimeter vom weißen Gold. Das reicht noch nicht für den Opener, jedoch gibt den Organisatoren ein angekündigter Wetterumschwung Grund zur Hoffnung. Fünf Tage werden benötigt, um den passenden Rahmen zu stellen - ein Wettlauf mit der Zeit. Aber diesen Wettlauf kennen die Macher in Sölden und haben ihn schon oft gewonnen. Sollte es trotzdem nichts werden, dann entfiele der erste Riesenslalom ersatzlos aus dem Programm.

Rätselraten um Maier
Auch für einige Athleten beginnt die bange Frage, ob der schwere Härtetest auf dem steilen Rettenbachferner zum richtigen Zeitpunkt kommt. Nicht fahren wird in jedem Fall der Ex-Sieger Hermann Maier. Er hat nur die Speedrennen im Visier und stellt sich im Ötztal nur den Medien. Ob er noch über einen vorzeitiges Karriereende nachdenkt, bleibt mit einem Fragezeichen versehen. Vor allem die Blessuren, die Maier sich bei einem Mountainbike-Unfall im September am Schienbein zuzog, erschweren dessen Rückkehr in den Schnee. Die Trainer des Herminators glauben dagegen fest an Maiers Teilnahme an den Rennen der olympischen Saison.

Einige Stars fehlen
Mit großen Lücken im Kader müssen die Eidgenossen nach Sölden reisen. Didier Defago, Lara Gut und Tobias Grünenfelder fallen aus. Auch Marlies Schild kann ein Jahr nach ihrem Unfall an gleicher Stelle noch kein Comeback feiern - das ist erst für Levi eingeplant. Mit Spannung dürfen zwei andere Rückkehrer erwartet werden: Während Rainer Schönfelder so intensiv trainierte wie nie zuvor, ließ Bode Miller das normale Programm einfach sausen.

Weltmeisterlicher Start für den DSV?
Verletzungssorgen plagen die deutschen Hoffnungsträger derzeit nicht. Nach dem Trainingslager in Neuseeland bereiten sich die DSV-Damen um das Weltmeister-Duo Maria Riesch und Kathrin Hölzl in den letzten Wochen auf den Alpengletschern intensiv auf den Auftakt vor. Auch Felix Neureuther hofft auf einen guten Saisoneinstand. Die Vorfreude wächst - in knapp drei Wochen geht der Weltcup wieder los.