© Doug Haney U.S. Ski Team
US Skirennläuferin Resi Stiegler hat in den letzten beiden Jahren viel Verletzungspech gehabt. Auf eine sturzbedingte Verletzung im Dezember 2007 in Lienz folgte nach einer ersten Reha-Phase ein unglücklicher Beinbruch beim Fußballspielen. Ein erstes Comeback gab Stiegler ausgerechnet bei der Ski-WM in Val d`Isère im Februar 2009. Jetzt konnte sie erstmals wieder eine normale Vorbereitung absolvieren.

Lohn der harten Arbeit
"Es fühlt sich toll an. Wieder dabei zu sein, mit dem Team in Neuseeland - ich bin super glücklich", strahlt Stiegler während des Camps der US-Damen in Coronet Peak. "Die Trainer haben ein paar neue Ansätze, an denen wir arbeiten. Das wird ein tolles Jahr!" In der Tat sind die Anzeichen für ein sportliches Comeback in der Weltspitze so günstig wie selten. "Das ist eine wichtige Etappe in meinem Leben", resümiert die Amerikanerin, "ich war eineinhalb Jahre weg und jetzt brenne ich und habe keinen Druck."

Hält der Körper?
Die wichtigste Frage bei aller Euphorie dürfte für die 23-Jährige sein, ob der Körper den Belastungen im Weltcup standhalten wird. "Ich habe hart gearbeitet", befindet Stiegler selbst. Der US Fitness-Coach Ernie Rimer hat sich um Stieglers Physis gekümmert. "Ich bin stark und bereit, Spaß zu haben", meint die Rennfahrerin im typischen Jargon des US Ski Teams, wo die Komponente 'having fun' in fast keinem Interview fehlt.

Ernstfall in Sölden
Richtig ernst wird es für Stiegler, wie für ihre Teamkolleginnen um Lindsey Vonn oder Julia Mancuso, aber erst beim Weltcup-Auftakt. Beim Riesenslalom in Sölden wird sich zeigen, wie nahe sie der Weltspitze bereits gekommen ist.