Rainer Schönfelder arbeitet an seinem Comeback. Dafür gibt er etwas mehr, als man normalerweise erwarten würde. So beginnt seine erste Folge von schoenfelder.tv, der dokumentarischen Begleitung seines Comebacks, um 3:26 Uhr. 'Schöni', der Frühaufsteher, legt Sonderschichten ein, um Rückstände in Fitness und Technik zu kompensieren.

Kann Schönfelder zurückkommen?
Das Comeback stand Anfang 2009 auf Messers Schneide. Die Ärzte ließen nur wenig Optimismus übrig. Doch dann kam ein Monat Auszeit in Asien. Schönfelder kam zurück mit dem festen Entschluss, es zu packen. "Steh auf und kämpfe", habe ihm eine innere Stimme gesagt. Seitdem organisierte Schönfelder ein kompetentes Team, das ihn wieder an die Weltspitze führen soll. Und dabei begleitet ihn eine Filmkamera: Schönfelder reloaded. Jede Woche wird ein Online-Clip in TV-Qualität den Werdegang dokumentarisch begleiten.



Neubeginn am Nullpunkt
Warum so viel Öffentlichkeit? "Ich bin es Euch schuldig", schreibt Schönfelder auf seiner Homepage und meint seine Familie, Berater, Begleiter und vor allem seine Fans. Das Projekt kann schließlich auch scheitern. Den wichtigsten Faktor kann Schönfelder nur bedingt beeinflussen: Die eigene Gesundheit. Es gehe ihm derzeit gut genug, heißt es. Im linken Unterschenkel fehlt aber weiter das Gefühl. Dennoch arbeitet er mit einem Masterplan daran, so fit wie nie zuvor zu werden. "Ich wusste, ich fange praktisch bei Null an, ich muss viel aufholen - und das kann ich nur, indem ich mehr und vieles anders mache als in der Vergangenheit", bilanziert der Österreicher. An seiner Seite stehen ÖSV-Trainer Christian Höflehner, der Wiener Fitness-Guru Thomas Farag und Ski-Coach Christian Huber, nebst einem Stab aus mehreren Trainern und Therapeuten. Sie sorgen für Kraft, Koordination, Technik und Muskelausdauer.

"Noch nie so fit"
Ein erstes Ergebnis der Tortur: „Ich muss zugeben: Ich war noch nie in meinem Leben so fit wie jetzt", sagt Schönfelder selbst. Außerdem hat er bereits viele Abfahrtskilometer abgespult, aber auch im Slalom schon einiges hinter sich. „Trainingsbeginn 5 Uhr früh: Ich bin seit Juni mehr Abfahrtskilometer gefahren, als in meinem bisherigen Leben“, so 'Schöni'. Ob das Comeback erfolgreich sein wird oder nicht, könnt ihr bei uns mit verfolgen.


Schönfelder TV - Folge 1