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Im August und September ist eine Menge los - gerade für professionelle Skisportler. Die sind dann häufig auf der Südhalbkugel anzutreffen, denn dort sind für die großen Nationen die großen Trainingscamps längst geplant. Normalerweise keine Problem - in diesem Sommer aber schon.

Hersteller wollen nicht mehr zahlen
Vor wenigen Wochen kündigte die Vereinigung der Ski-Hersteller SRS an, in genau diesen beiden Monaten keine Serviceleute und keinen Service zur Verfügung zu stellen. Denn der Service ist dann besonders teuer - zusätzlich zu dem Gehalt der Techniker kommen Spesen und die Frachtgebühr für das Übergepäck. Das wollten die von der Wirtschaftskrise betroffenen Hersteller nicht mehr zahlen.

Nationalverbände um Kompromiss bemüht
Für die nationalen Verbände, die im August und September längst fertige Planungen für die Trainingslager haben, war diese Aussage ein Alarmsignal. Skitraining ohne Material, das geht schließlich nicht. So setzten sich beide Parteien an einen Tisch und erarbeiteten einen Kompromiss.

Verbände und Athleten tragen Kosten
Das Ergebnis liest sich positiv für die SRS: Sie werden in den Sommermonaten 'nur' die Löhne der Serviceleute tragen. Die Verbände müssen für die Frachtkosten des Übergepäcks aufkommen - eine große Summe. Der dritte Kostenfaktor, die Spesen der Serviceleute, bleiben nun an den Aktiven selbst hängen. Das wird vor allem ein Probleme für die Fahrer, die nicht zur absoluten Weltspitze gehören. Ob sie sich diesen Service alle werden leisten können, bleibt abzuwarten.