© Kurt Arrigo/Rolex
Das Material ist bei allen Skirennläufern ein sensibles Thema. Nach einem Wechsel brauchen die Athleten meist eine gewisse Zeit, sich darauf einzustellen. Daher ist es äußerst ungewöhnlich, dass sich ein Skirennläufer dazu entscheidet, sein Material mitten in der Saison zu wechseln. Zu diesem Schritt hat sich nun Christoph Gruber entschieden.

Kein Ergebnis in den Top 15
Der Österreicher zog nach den schwachen Resultaten in Kitzbühel die Reißleine und verließ Fischer. "Nach einem 33. Platz im Super G von Kitzbühel und einem Ausfall bei der Abfahrt habe ich mich dazu entschlossen, auf neues Skimaterial umzusteigen. Die Resultate in Kitzbühel waren letztendlich der entscheidende Auslöser", erklärt Christoph Gruber auf seiner Homepage. Der 32-Jährige stürzte nach acht Jahren aus der ersten Startgruppe im Super-G: "Es gelang mir heuer bei keinem Rennen, mich unter den Top 15 zu klassieren. Im Super G bin ich derzeit auf Platz 33 und in der Abfahrt auf Platz 23 in den Disziplinenwertungen wiederzufinden. Natürlich stehe ich dadurch enorm unter Druck, endlich Ergebnisse zu liefern und deshalb habe ich entschieden, dass sich schnell etwas ändern muss." Sein bestes Saisonergebnis fuhr er beim Weltcup-Auftakt in Sölden (AUT) mit Platz sechs ein. Danach erreichte er nur noch einmal in der Abfahrt als Neunter die Top Ten.

Auf neuem Material auf Rang zwölf
Beim ersten Training in Garmisch-Partenkirchen raste Christoph Gruber schon auf Head-Skiern die neue Kandahar herunter. Damit wurde der dreifache Weltcupsieger auf Anhieb Zwölfter. "Ich weiß natürlich, dass es auch mit dem neuen Material einige Zeit dauern kann, bis ich die richtige Abstimmung für mich gefunden habe, aber ich möchte einfach alles probieren, um den Spieß in dieser Saison noch zu drehen", geht Gruber die neue Herausforderung optimistisch an.