Nach den Überseerennen in Kanada und den USA kehrt der Damen-Weltcup an diesem Wochenende nach Europa zurück. La Molina, ein katalanischer Ort in den Pyrenäen, feiert dabei seine Weltcup-Premiere. Gefragt sind wieder die Fähigkeiten der Technikerinnen.

Poutiainen zwar sieglos, aber im roten Trikot
Zwei Riesenslaloms wurden in diesem Winter bereits ausgetragen. Ganz oben auf dem Treppchen standen Katrhin Zettel und Tessa Worley. Die Österreicherin glänzte beim Auftakt in Sölden und verlor das rote Leadertrikot in Aspen (USA) an Tanja Poutiainen, die bei beiden Rennen Zweite wurde. Die Finnin möchte nun endlich ihren ersten Saisonsieg feiern - welcher bei einer Premiere sehr geschichtsträchtig wäre. Zettel ist mit guten Platzierungen in den Winter gestartet und möchte in Spanien zurück aufs Treppchen. Tesa Worley überraschte in Aspen alle bei ihrem ersten Weltcup-Triumph. Mit dem ersten Sieg im Rücken sollte man die junge Französin aber nicht unterschätzen.

Titelverteidigerin schon mit deutlichem Abstand
Überzeugt hat bisher auch die Schwedin Maria Pietilae-Holmner. Dagegen ist Titelverteidigerin Denise Karbon noch auf der Suche nach der Form der vergangenen Saison. In Aspen warf die Italienerin ein Fehler kurz vor dem Ziel zurück, sodass sie nach zwei Rennen schon 94 Punkte hinter der Spitze liegt. Im deutschen Lager hatte Kathrin Hölzl vor der Saison zum Angriff geblasen. Ihrer Ankündigung folgte nach Platz acht zum Auftakt nur der 23. Rang in Übersee. "Die Mädchen sind in Form, aber bisher im Weltcup meist unter ihren Möglichkeiten geblieben. Das wollen wir in La Molina ändern und uns deutlich besser präsentieren als in den vergangenen Rennen", erhöht Damen-Bundestrainer Matthias Berthold den Druck auf das deutsche Damenteam.



Slalom-Spezialistinnen in Lauerstellung
Im Slalom haben sich in den ersten beiden Rennen sechs Athletinnen an der Spitze der Disziplinenwertung etabliert. Das Leadertrikot trägt immer noch Lindsey Vonn. Hinter der US-Amerikanerin lauern mit Nicole Hosp, Sarka Zahrobska, Maria Pietilae-Holmner und Tanja Poutiainen schon die Spezialistinnen. Auch Maria Riesch liegt hier mit 100 Punkten gut im Rennen. Allerdings legt die Partenkirchenerin ihren Fokus anders: "Meine Form stimmt und ich hoffe, nun auch im Riesenslalom die erhoffte Steigerung mit einem Ergebnis unter den besten Zehn zeigen zu können."

Riesch empfiehlt sich mit drei Siegen
Ihre Schwester Susanne erreichte im Slalom bisher nur einmal als 22. das Ziel. Sie hat in Nordamerika aber gezeigt, dass sie nach ganz vorne fahren kann. "Ein Teil der Slalom-Mannschaft hat nach dem Weltcup in Aspen vier NorAm-Rennen in Winter Park (USA) bestritten. Dabei bestätigte Susanne Riesch mit drei Siegen im Slalom ihre derzeit gute Form. Auch Nina Perner (2./6.) konnte sich unter den besten Zehn behaupten", hofft Berthold darauf, dass der Knoten bei der zehnköpfigen Mannschaft an diesem Wochenende aufgeht. Neben den Damen, die beide Slalom-Rennen bestritten haben, kommt zudem Marianne Mair vom SC Reichersbeuern zu ihrem ersten Weltcup-Einsatz. Die 19-Jährige ist derzeit in einer guten Form. Zuletzt belegte sie beim Europacup-Slalom in Trysil (NOR) Rang zwei.

Das Programm in La Molina auf einen Blick:
13.12.2008, Samstag, Riesenslalom
1. Durchgang 09.30 Uhr
2. Durchgang 12.30 Uhr
14.12.2008, Sonntag, Slalom
1. Durchgang 09.30 Uhr
2. Durchgang 12.30 Uhr