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Reinfried Herbst hat eine Woche vor dem ersten Slalomrennen im Ski-Weltcup 2008/2009 starke Schmerzen. Aufgrund von Rückenproblemen fühle sich das österreichische Slalom-Ass wie ein 90-Jähriger.

Bandscheiben und Wirbelsäule gestaucht
Beim Training vor drei Wochen hatte sich Reinfried Herbst beim Riesenslalomtraining den Rücken verdreht. "Am Mittwoch vor drei Wochen habe ich mir mein Kreuz beim Slalomtraining richtig verrissen. Seitdem konnte ich nicht im Schnee trainieren. Zahlreiche Ärzte und Therapeuten haben versucht, das wieder in den Griff zu bekommen, aber die Probleme ziehen sich deshalb so lange, weil dabei eine Stauchung der Bandscheiben und Wirbelsäule entstanden ist", beschreibt Herbst seinen Zustand auf seiner Homepage. Um am Sonntag (16. November) im finnischen Levi beim Slalom-Auftakt im Weltcup starten zu können, hofft der Salzburger darauf, in dieser Woche wenigstens zweimal trainiern zu können. "Mit meiner Erfahrung und Routine weiß ich, dass ich relativ schnell wieder ein hohes Niveau erreichen kann. Meine Erwartungshaltung für Levi sind aber sicher gedämpft. Für mich zählt jetzt wieder fit zu werden!"



Letztes Slalomtraining vor zwei Monaten
Allerdings liegen seine letzten Schwünge im Stangenwald schon länger zurück. "Vor dem Unfall habe ich nur Riesentorlauf trainiert, das heißt mein letztes Slalomtraining liegt jetzt zwei Monate zurück. Ich fühle mich wie ein 90-Jähriger, der schon Probleme beim Aufstehen hat", schreibt Herbst weiter. Sollte der 30-Jährige diese Woche nicht auf Ski trainieren können, müsste er seinen Saisonstart verschieben. Nach Levi starten die Slalomspezialisten erst wieder am 14. Dezember. Dann steht im französischen Val d'Isère der Test für die alpine Ski-WM im Februar 2009 an. Da will Herbst am Start stehen und um die Goldmedaille kämpfen, wenn ihm sein Rücken keinen Strich durch die Rechnung macht.