Bei den vierten Nissan Outdoor Games im schweizerischen Interlaken kam Yoann Lizeroux, Bruder des Slalomspezialisten Julien Lizeroux, am Dienstag bei einem BASE Jump ums Leben. Bei der Veranstaltung wird für die teilnehmenden Teams die Zielsetzung ausgelobt, aus fünf Sportarten einen möglichst extremen Videoclip zu drehen. Neben dem Mountainbiken, Kajak fahren, Klettern und Gleitschirmfliegen, gehört auch das BASE Jumpen dazu.

Spezialdisziplin wird Yoann zum Verhängnis
Beim BASE Jumpen kommt es darauf an aus geringer Höhe, von Gebäuden, Antennen, Brücken oder Erhebungen einen Fallschirmsprung durchzuführen. In dem Gewissen den Sprung bereits am 29. Juni durchgeführt zu haben, stürzte sich der Franzose vorgestern vom "Melchstuhl" an der Westseite der "Jungfrau". Seine geringe Flughöhe nach dem Öffnen des Fallschirms verhinderte das Überfliegen des Gebirgskamms und ließ ihn sofort sterben.

Event wird in abgeschwächter Form fortgesetzt
Die Organisatoren der Nissan Outdoor Games und Vertreter aller Teams beschlossen, nach einer sogleich einberufenen Konferenz, das Event fortzusetzen. Allerdings fiel die Entscheidung, den Wettkampfcharakter durch das gleichmäßige Aufteilen des Preisgelds an alle Teams zu eliminieren. Somit bleibt die Zielsetzung für alle Teilnehmer weiterhin am Freitag einen Film abzuliefern, der alle Aspekte dieser extremen Sportarten beleuchtet und die Zuschauer erfreut. Nur Yoann Lizeroux nicht mehr...

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