Wieder einmal lud am Wochenende vom achten und neunten März der slowenische Weltcup-Ort Kranjska Gora die alpinen Herren zu zwei Technikwettbewerben ein. Im ersten Rennen sicherte sich der US-Amerikaner Ted Ligety den zweiten WC-Riesenslalomsieg seiner Karriere. Seinen ersten Triumph im Weltcup überhaupt fuhr der Italiener Manfred Mölgg am Sonntag im Slalom ein.


Ligety verweist Italiener auf die Plätze
Nach dem ersten Durchgang im Riesenslalom belegte der US-Amerikanische Kombinations-Olympiasieger von 2006 aus Salt Lake City (USA) noch Rang drei, fuhr aber mit einer sehr guten Leistung im Finale zum Sieg. In 2:24,31 Minuten lag Ligety am Ende knapp vor Manfred Mölgg (+0,15) und dessen Landsmann Massimiliano Blardone (+0,80). Nach Durchgang eins hatte es eine italienische Doppelführung gegeben, doch weder Blardone als Führender noch Mölgg konnten sich im Finale durchsetzen. Die Laufbestzeit ging an Romed Baumann. Der Österreicher war im Finale noch eine Hundertstel schneller als Ligety und verbesserte sich so vom 28. auf den 15. Rang. Ähnlich weit ging es für Joel Chenal nach vorne. Der Franzose fuhr noch vom 29. auf den 17. Rang.


Video-Interview mit Ted Ligety


Erster Weltcup-Sieg für Manfred Mölgg
Bereits im Riesenslalom gab der Italiener Manfred Mölgg eine Kostprobe seines Könnens. Doch knapp wurde ihm der Sieg von Ted Ligety entrissen. Das sollte ihm nicht noch einmal passieren. Tags darauf schlug im Slalom die große Stunde des Italieners. Mit über drei Zehnteln vor Reinfried Herbst und klarem Vorsprung vor Ivica Kostelic und Jean-Baptiste Grange setzte Mölgg im ersten Lauf den Grundstein für seinen ersten Weltcup-Triumph. Andere Favoriten scheiterten an der Vorgabe: Weltmeister Mario Matt konnte nur einen mäßigen ersten Durchgang zeigen. Für Landsmann Benjamin Raich kam es noch schlimmer: Er schied aus und verpasste so seine wohl letzte Chance, noch in den Kampf um den Gesamtweltcup aktiv einzugreifen. Letztlich konnte niemand Manfred Mölgg den Sieg entreißen. Ivica Kostelic wurde Zweiter vor dem überraschenden Dritten Marcel Hirscher aus Österreich, dem es trotz der hohen Startnummer 31 gelang, aufs Treppchen vorzufahren.


Video-Interview mit Manfred Mölgg


Neureuther mit sechster Top Ten-Platzierung
Doch nicht alle konnten mit einer hohen Startnummer noch weit vorne landen. Im Riesenslalom hatten Felix Neureuther und Fritz Dopfer auf einer deutlich schlechter werdenden Piste Nachteile und verpassten so das Finale. Doch ein sechster Platz im Slalom am Sonntag entschädigte Felix Neureuther schließlich. Mit diesem Ergebnis fuhr er die sechste Top Ten-Platzierung der Saison ein. In der Slalom-Weltcup-Wertung liegt er derzeit auf Rang fünf.

Miller trotz Slalomverzicht im Gesamt-Weltcup vorn
Ted Ligety übernahm mit seinem Sieg vor dem letzten Riesenslalom beim Weltcup-Finale in Bormio (ITA) die Führung in der Disziplinwertung. Mit 385 Punkten liegt er vor Titelverteidiger Benjamin Raich aus Österreich (358) und Mölgg (347). Bode Miller aus den USA behauptete durch einen elften Rang seine Führung im Gesamtweltcup. Im Slalom-Weltcup hat sich mit diesem Ergebnis die Entscheidung vertagt. Durch Rang vier verteidigte Grange seine Führung, wenn auch nur knapp. 21 Punkte liegt Manfred Mölgg nun dahinter und hat damit in Bormio beim letzten Slalom noch alle Chancen.