Christof Innerhofer hat beim zweiten Training zur Abfahrt in Val d'Isère überraschend die Bestzeit vorgelegt. Der Italiener benötigte auf der zum ersten Training veränderten Piste 2:13,85 Minuten.

Kurssetzung wurde verändert
Nach dem ersten Training hatten die Athleten die Piste "Face Olympique Bellevarde" stark kritisiert. Die Verantwortlichen reagierten und veränderten die Kurssetzung, dafür brauchten sie aber fünf Tore mehr als beim ersten Trainingslauf, der als viel zu kurvig angesehen wurde. Insgesamt kamen die Skirennläufer aber besser zurecht als noch am Mittwoch. So wurden im zweiten Training "nur" 16 Skirennläufer wegen eines Torfehlers disqualifiziert, bei der ersten Session waren es noch 35.


Cuche als Zweiter wieder vorne - Maier stürzt
Hinter dem Überraschungssieger Innerhofer erreichte Didier Cuche mit elf Hundertsteln Rückstand das Ziel. Auf Rang drei fuhr Marco Büchel (2:14,11). Wie Cuche bestätigte auch Mario Scheiber, dass ihm die WM-Piste von 2009 trotz seiner kritischen Worte liegt. Der ÖSV-Athlet wurde Vierter. Sein Teamkollege Hermann Maier, der die schwierige Streckenführung als Herausforderung ansah, verlor den zweiten Kampf gegen die "Face Olympique Bellevarde". Der Flachauer stürzte, verletzte sich dabei aber nicht.

Miller und Jerman in den Top Ten
Anders als im ersten Training platzierten sich die Abfahrtsspezialisten heute schon weiter vorne. So erreichte Andrej Jerman mit der sechtbesten Zeit das Ziel. Der Slowene wurde mit 2:15,26 Minuten gestoppt. Bode Miller kam auf Rang acht, hatte aber mit 2:15,54 Minuten immer noch eineinalb Sekunden Rückstand auf seinen Markenkollegen Cuche.

Walchhofer setzt erneut aus
Michael Walchhofer, der aufgrund einer Erkrankung schon das erste Training ausgelassen hatte, blieb auch am heutigen Donnerstag dem Training fern. Der derzeit beste Abfahrer der Österreicher wird weiter geschont und hofft, am Samstag starten zu können.

Keppler auf Rang 27
Stephan Keppler benötigte für die fast drei Kilometer 2:17,81 Minuten. Damit lag der einzige deutsche Starter auf dem 27. Platz. Sein Rückstand war mit fast vier Sekunden aber immer noch groß.