Die Herren gastieren am kommenden Wochenende ein weiteres Mal in Frankreich. In Val d'Isère fällt dann die erste Entscheidung im diesjährigen Ski-Weltcup. In der letzten Super-Kombination 2007/2008 wird der Gesamtsieger gekürt - dies wird wohl Bode Miller sein. Vor der Kombi steht am Samstag aber erst noch eine Abfahrt auf dem Plan.

Olympiastrecke sorgt für viel Gesprächsstoff
In der Abfahrt müssen sich die schnellsten Skirennläufer des Weltcups einmal mehr beweisen. Didier Cuche möchte mit einer weiteren Top-Platzierung das rote Trikot des Führenden verteidigen. Der Schweizer kam im ersten Training auf der Strecke "Face Olympique Bellevarde" schon wieder am besten zurecht. Allerdings sorgte die Kurssetzung des Olympiakurses von 1992 für viel Gesprächsstoff. Zu viele Kurven monierten die Athleten. Neben Cuche kommen in diesem Winter in der Abfahrt vor allem zwei Amerikaner gut klar. Bode Miller, erster Verfolger von Cuche im Abfahrtsweltcup, und Marco Sullivan, der mit seinem Sieg in Chamonix (FRA) aufhorchen ließ, zählen zu den Sieganwärtern.


Österreicher suchen Siegfahrer
Dazu gesellt sich mit Marco Büchel der älteste Athlet im Ski-Weltcup. Der Liechtensteiner wird auf seine alten Tage immer schneller. Die Österreicher haben derzeit etwas das Nachsehen. Michael Walchhofer ist der derzeit bestplatzierteste Abfahrer der großen Skination, aber war krank. Im Training wusste Mario Scheiber zu überzeugen. Ein echter Siegfahrer scheint dem ÖSV momentan allerdings zu fehlen. Auf der Rechnung haben muss man auch den Slowenen Andrej Jerman und die Kanadier. Nach dem verletzungsbedingten Saisonende von Jan Hudec stehen mit Manuel Osborne-Paradis und Erik Guay noch zwei schnelle Herren vom Team Canada parat.

Grange braucht Sieg und Glück, um Miller abzufangen
Während in der Abfahrt der Ausgang der Disziplinenwertung noch offen ist, scheint die Entscheidung in der Super-Kombination bereits gefallen zu sein. Bode Miller hat vor dem letzten Wettkampf aus Abfahrt und Slalom 90 Punkte Vorsprung auf Jean-Baptiste Grange. Der Franzose müsste schon gewinnen und Miller dürfte über Platz 22 nicht hinaus kommen. Aufgrund der letzten Leistungen von Miller ist damit aber nicht zu rechnen, auch wenn Miller im Slalom immer für einen Ausfall gut ist.

Wer sichert sich den Tagessieg?
Da die kleine Kristallkugel so gut wie vergeben ist, geht es am Sonntag vor allem um den Tagessieg. Dort gibt es außer Grange und Miller weitere Kandidaten für den ersten Platz. In Chamonix überzeugten Rainer Schönfelder (AUT) und Ivica Kostelic (CRO). Beide gehören wie der Schweizer Didier Defago zum Favoritenkreis. Auch die Schweizer Daniel Albrecht und Marc Berthod können ums Podest mitfahren. Beide brauchen eine gute Abfahrt. Gleiches gilt für Benjamin Raich (AUT) und Ted Ligety (USA), die ebenfalls beide ihre Stärke im technischen Bereich haben.

Keppler einziger DSV-Starter
Für eine Sensation könnte vielleicht auch Julien Lizerox sorgen. Der Franzose zeigte in der Super-Kombination von Chamonix, wozu er mit einem guten Slalomresultat angefeuert von den Fans sorgen kann. Dort wurde er Fünfter. Auch die beiden Italiener Peter Fill und Christof Innerhofer haben eine gute Chance, vorne hereinzufahren. Stephan Keppler, der wieder der einzige deutsche Starter ist, könnte mit einem Platz unter den Top 30 wertvolle Punkte sammeln, um in den Startlisten wieder weiter nach vorne zu rücken. In Chamonix schied er zuletzt nach wenigen Metern in der Abfahrt aus.

Das Programm auf einen Blick:
Samstag, den 2. Februar:
11:00 Uhr Abfahrt der Herren

Sonntag, den 3. Februar:
10:30 Uhr Kombi-Abfahrt der Herren
14:00 Uhr Kombi-Slalom der Herren

Wir berichten natürlich von allen Entscheidungen in unserem Liveticker!