In wenigen Wochen steht in Garmisch-Partenkirchen der Weltcup-Slalom auf dem Programm. Der Gudiberg wartet in diesem Jahr mit einer längeren Streckenführung auf.

Neue Streckenführung
Der Gudiberg wartet für den Slalom-Weltcup 2008 mit einer längeren Streckenführung auf: Die Fahrer werden Laufzeiten von etwa 50 Sekunden erreichen. Besonders erfreulich für die Zuschauer ist die Tatsache, dass sie vom Zielbereich aus den gesamten Slalomhang vom ersten bis zum letzten Tor vor dem Olympiastadion einsehen können. Der untere Teil des Aufsprunghanges der neuen Olympiaschanze dient fortan auch als Zielhang für Slalomrennen am Gudiberg: Die Athleten fahren seitlich in den Aufsprunghang ein und absolvieren dort die letzten Tore bis ins Zielstadion. Die notwendigen Geländemodifizierungen wurden im Sommer und Herbst 2007 vorgenommen. Im Mittelteil der Strecke hat man prägnante Geländekuppen abgetragen und mit diesem Material andernorts Mulden aufgefüllt. Das Streckenprofil entspricht damit neuesten skitechnischen Anforderungen.


50.000 Plätze: Temporäre Tribünen im veränderten Zielbereich
Die größte Veränderung allerdings dürfte der neugestaltete Zielbereich sein, der direkt ins historische Olympia-Skistadion führt. Die Westtribüne wurde zum Teil abgetragen und um 20 Meter gekürzt, 35 Meter breit ist die Einfahrt ins Stadion. „Die Zieleinfahrt gefällt mir sehr gut. Jetzt haben wir einen richtigen Stadioncharakter, und wenn dann auch noch 10.000 oder 15.000 Zuschauer da sind, wird der Slalom ein Super-Spektakel“, freut sich Lokalmatador Felix Neureuther auf seinen Heimweltcup. Zu diesem Anlass werden temporäre Tribünen errichtet, insgesamt bietet die Sportanlage damit Platz für 50.000 Besucher. Von jeder Zuschauerposition aus kann der gesamte Rennhang eingesehen werden.

Felix Neureuther: Gänsehaut in Schladming - Vorfreude auf den Gudiberg
Neureuther zeigte sich von der Stimmung, für die in Schladming knapp 50.000 Zuschauer sorgten, beeindruckt: "Endlich konnte ich hier punkten, mir lief es schon vor dem Rennen eiskalt den Rücken runter. Auf der Planai und am Gudiberg fahre ich einfach am liebsten". In den drei Jahren zuvor war Neureuther in Schladming jeweils im ersten Durchgang ausgeschieden. "Ich hoffe, wir können ähnlich viele Zuschauer an den Gudiberg locken, den Platz dazu hätten wir im neuen Zielstadion ja."

Fit für das Podest
Letztes Jahr fuhr Felix Neureuther mit Position zwei beim Slalom in Garmisch-Partenkirchen vor einer tollen Kulisse sein bestes Weltcupresultat überhaupt ein. "Ich bin momentan topfit. Am Gudiberg will ich wieder auf das Podest. Es wäre natürlich schön, wenn mir dort sogar der ganz große Wurf gelingen könnte."

Stabil auf hohem Niveau
Neureuthers Spitzenresultate in dieser Saison unterstreichen seine gute Form, er hat sich in der Slalomelite etabliert - den fünften Platz in Schladming erreichte Neureuther trotz einiger Fahrfehler im zweiten Lauf. "Ich denke schon, dass ich mittlerweile einen Slalom gewinnen kann - das Problem ist die enorm starke Konkurrenz! Für einen Podestplatz muss schon alles passen." Mario Matt erlaubt seinen Gegnern keine Fehler, zudem fährt Jean-Baptiste Grange derzeit mit traumwandlerischer Sicherheit. Mindestens einer der Topleute hat immer einen Lauf: "Man muss in beiden Läufen Vollgas geben und ohne groben Fehler durchkommen, anders ist ein Slalom nicht zu gewinnen." Sieg hin, Sieg her, "jedenfalls werden die Zuschauer auch am Gudiberg wieder für ein Spektakel sorgen, auf das ich mich mächtig freue".

Kartenvorverkauf
Der Kartenvorverkauf für den Slalom-Weltcup am Gudiberg 2008 läuft, Tickets erhalten Sie über die bekannten Vorverkaufsstellen.

Es besteht zudem die Möglichkeiten, Karten über das Internet zu bestellen:
- www.ticketshop-gap.de
- www.skiclub-garmisch.de