Mit den Rennen in Adelboden begann für die Herren der heiße Weltcup-Januar. Der erste Monat jeden Jahres steht immer im Zeichen der Klassiker. Auf dem Chuenisbärgli in der Schweiz standen zunächst die Techniker im Blickpunkt.

Riesenslalom lässt Schweizer jubeln
Für einen stimmungsvollen Auftakt auf dem Chuenisbärgli sorgten die Schweizer selber. Zur Freude der eidgenössischen Ski-Fans gewann Marc Berthod vor seinem Schweizer Landsmann Daniel Albrecht. Für die Schweizer machte sich das Training auf dem schwierigen Gelände bemerkbar. So lagen nach dem ersten Lauf noch vier Swiss-Ski-Athleten unter den ersten Sechs. Allerdings konnten Didier Defago und Didier Cuche ihre guten Platzierungen im Finale nicht halten.


Video-Interview mit Marc Berthod


Österreicher drehen den Spieß im Slalom um
Während im Riesenslalom noch vier Schweizer unter den besten 13 waren, erreichte im Slalom kein Einziger den zweiten Durchgang. Bitter vor allem für Marc Berthod, der dort vor einem Jahr seinen ersten Weltcup-Sieg mit zwei furiosen Läufen einfuhr. Der Slalom wurde dann von den Österreichern dominiert. Mario Matt siegte vor Benjamin Raich. Zudem feierte Rainer Schönfelder, der immer noch von seinem Sturz in Bad Kleinkirchheim (AUT) gehandicapt ist, ein starkes Comeback. Nach Rang acht im Riesenslalom verpasste er als Vierter nur knapp das Slalompodium: "So ein Comeback hätte ich mir nie erträumen lassen!"


Neureuther wieder auf dem Podium
Das Podest erreichte dagegen Felix Neureuther. Der derzeit beste deutsche Skirennläufer wurde Dritter in Adelboden und zeigte damit, dass er wesentlich konstanter als in den vergangenen Jahren ist. Nach dem zweiten Platz von Alta Badia (ITA) war es der zweite Podestplatz für den 23-Jährigen in Folge. Bei seiner derzeitigen Leistung scheint der erste Weltcup-Sieg nur noch eine Frage der Zeit. "Ich werde es beim nächsten Mal wieder probieren!", glaubt der DSV-Athlet fest daran.


Video-Interview mit Felix Neureuther


Wengen und Kitzbühel warten
Am nächsten Wochenende steht für die alpinen Herren der Weltcup in Wengen (SUI) auf dem Programm. Danach folgt noch der Klassiker in Kitzbühel (AUT).