Im tschechischen Spindleruv Mlyn oder auch Spindlermühle, wie es auf deutsch heißt, zeigte Denise Karbon, dass sie in diesem Winter im Riesenslalom nur ganz schwer zu schlagen ist. Zudem kehrte Marlies Schild in die Erfolgsspur zurück und Maria Riesch fuhr zum vierten Mal auf das Podium.

Karbon dominiert: viertes Rennen, vierter Sieg
Der Riesenslalom der Damen bleibt weiterhin die Show einer einzigen Athletin. Denise Karbon hat nach den ersten drei Veranstaltungen auch das vierte Rennen gewonnen. In Tschechien lag die Italienerin bereits nach dem ersten Lauf auf Kurs, denn dort zog sie wieder einmal in diesem Winter die schnellste Linie in den Schnee.


Schild kriegt die Kurve
Für Marlies Schild lief die Saison bisher nicht wie gewünscht. Nach zwei Siegen in den ersten beiden Slaloms des Winters schied sie bei den Rennen in Aspen (USA) und Lienz (AUT) aus. Auch den Slalom der Super-Kombination in St. Anton (AUT) beendete die 26-Jährige nicht. In Spindlermühle kehrte Schild aber in die Erfolgsspur zurück. Die Österreicherin bewies, dass sie im Stangenwald immer noch die Schnellste ist, wenn sie zwei Läufe ins Ziel bringt. Die Sicherheit der vergangenen Saison fehlt Schild nach wie vor, daher ist es nicht verwunderlich, dass sie froh ist, "endlich wieder ein Erfolgserlebnis gehabt zu haben".


Video-Interview mit Marlies Schild


Riesch im Gesamtweltcup auf dem Vormarsch
Über zwei Erfolgserlebnisse durfte sich auch Maria Riesch freuen. Die Partenkirchenerin erreichte im Riesenslalom ihr bestes Saisonresultat und im Slalom carvte sie sogar auf das Podest. "Für mich selbst war der dritte Platz ein tolles Ergebnis, trotz der Führung nach dem ersten Lauf. Natürlich hätte ich gerne gewonnen, aber Marlies Schild ist eben im Slalom das Maß aller Dinge", berichtete Riesch nach dem Weltcup-Wochenende. Die deutsche Vorzeige-Skifahrerin stand damit bereits zum vierten Mal in diesem Winter auf dem Podium. Im Gegensatz zu vielen ihrer Konkurrentin ist Riesch aber eine echte Allrounderin. Die 23-Jährige schaffte sowohl im Slalom sowie in Abfahrt, Super-G und Super-Kombination den Sprung auf das Treppchen. Im Gesamtweltcup liegt Riesch nun auf dem zweiten Platz hinter Österreichs Nicole Hosp. "Für mich zählt, dass ich jetzt auch im Slalom aufs Podium fahren kann. Das stärkt das Selbstvertrauen", will Riesch von der Gesamtwertung noch nichts wissen.


Video-Interview mit Maria Riesch


Deutschland wird zum Land der Techniker
Im deutschen Lager durfte aber nicht nur Maria Riesch jubeln. Die deutschen Damen sorgten in Spindleruv Mlyn für ein sehr gutes Mannschaftsergebnis. Im Riesenslalom erreichten alle fünf gestarteten Athletinnen das Finale und sammelten dort Weltcup-Punkte. Im Slalom punkteten sogar sieben von neun DSV-Starterinnen. Beachtlich hier vor allem das Resultat von Katharina Dürr. Die 18-Jährige holte bei ihrem zweiten Weltcup-Einsatz das zweite Mal Punkte und war selbst von ihrem elften Platz überrascht. Im Riesenslalom raste Monika Springl, auch erst 20 Jahre alt, mit der zweitbesten Laufzeit im Finale vom 29. auf den 13. Rang.