Resi Stiegler hatte Glück im Unglück: Die 22-Jährige rutschte nach ihrem Sturz beim Riesenslalom von Lienz durch die Fangnetze und erlitt zwar schwere Verletzungen, kann aber vielleicht noch in dieser Saison weitermachen.

Alptraum beim 'Heim-Rennen'
Stiegler, deren Vater in Lienz geboren wurde und später in die USA auswanderte, erlebte beim 'Heimrennen' einen schwarzen Tag. Kurz vor dem Schlusshang verriss es ihre Skier und sie kam zu Fall. Mit dem Kopf zuerst durchbrach sie an einer wenig beschneiten Stelle die Sicherheitszäune - damit wurden Erinnerungen an den Schweizer Silvano Beltrametti geweckt, der sich bei einem ähnlichen Sturz eine Querschnittslähmung zugezogen hatte. Für Stiegler ist die Diagnose der Ärzte günstiger: Sie brach sich den Schienbeinkopf an, das Kreuzband ist eingerissen und das Seitenband gerissen. Damit fällt sie mehrere Wochen aus.


Keine Vorwürfe an Veranstalter
Trotz des Durchrutschens unter dem zweiten Fangzaun wird dem Veranstalter in Lienz kein Vorwurf gemacht. Stiegler rutschte nach ihrem Fehler entgegen der Fahrtrichtung weit von den eigentlich brisanten Stellen in den Zaun, daher auch die geringe Schneeauflage. Durch fehlenden Naturschnee in den Dolomiten wurde das Rennen komplett auf Kunstschnee ausgetragen.