Bad Kleinkirchheim hieß als erste Station die alpinen Skirennläufer zurück aus Übersee willkommen. In Österreich waren die Techniker gefragt. Mit einem Sieg und einem vierten Platz holte sich Benjamin Raich die Führung im Gesamtweltcup.

30. Weltcup-Sieg für 'Blitz aus Pitz'
Bis zum Slalom in Bad Kleinkirchheim musste Benjamin Raich auf seinen ersten Saisonsieg warten: "Man muss geduldig sein, um zu gewinnen. Es muss immer alles zusammen passen. Ich war zwar schon in guter Form in diesem Jahr, habe es aber nicht zusammen gebracht. Jetzt habe ich es, Gott sei Dank, geschafft!" Dabei durfte Raich, der neben dem Gesamtweltcup auch die Super-G- und die Slalomwertung anführt, sogar ein Jubiläum feiern. Für den 'Blitz aus Pitz' war es der 30. Weltcup-Erfolg. Vor allem seine beeindruckende Stärke im zweiten Slalomdurchgang machen Raich nun wieder zum Top-Favoriten auf den Gesamtweltcup.


Video-Interview mit Benjamin Raich



Drei Verletzte beim Riesenslalom
Bad Kleinkirchheim schrieb aus österreichischer Sicht aber auch eine bittere Geschichte. Rainer Schönfelder wollte es in Kärnten allen zeigen. Im Riesenslalom stürzte er ausgerechnet bei seinem Heimspiel und zog sich Verletzungen zu, die eine Pause bis zum Jahresende nach sich ziehen. Im Riesenslalom erwischte es aber auch Lars Elton Myhre aus Norwegen und den Franzosen Raphael Burtin. Vor allem Burtin wird mit Rippenbrüchen eine Weile nicht im Weltcup starten können.

Italiener weiter auf dem Vormarsch
Weiter auf dem Vormarsch befinden sich die Italiener. Vor der Saison aufgrund der Verbandsprobleme noch arg gebeutelt, fahren sie in den technischen Disziplinen derzeit konstant vorne mit. So auch in Bad Kleinkirchheim, wo es im Riesenslalom einen italienischen Doppelsieg durch Massimiliano Blardone und Manfred Mölgg gab. Blardone hat sich nach seinem vierten Weltcup-Triumph auch gleich den Gewinn des Riesenslalom-Weltcup als Ziel gesetzt. Auf seinen ersten Sieg im Weltcup wartet sein Teamkollege Mölgg zwar noch, aber lange kann das bei seiner derzeitigen Leistung nicht mehr dauern. Denn auch im Slalom fuhr der Südtiroler als Dritter auf das Podium.


Video-Interview mit Manfred Mölgg


Ligety mit wildem Ritt weiter auf Platz eins
Im Riesenslalom-Weltcup ist Ted Ligety weiterhin die Nummer eins. Dafür reichte dem US-Amerikaner in Kärnten ein dritter Rang in typischer Manier: "Mein zweiter Lauf war etwas wild. Der Kurs war teilweise schon wellig, aber er hat gut gehalten." Im ersten Durchgang profitierte Ligety von der niedrigen Startnummer, denn spätere Starter haderten mit den Lichtverhältnissen.

Neureuther zweimal im Finale zu forsch
Felix Neureuther kam damit gut zurecht und erreichte mit Startnummer 52 das Riesenslalom-Finale. Dort riskierte er zu viel und schied aus. Ähnlich erging es dem einzigen DSV-Athleten mit Weltklasseformat im Slalom. Nach dem ersten Lauf lag er als Dritter noch auf Podiumskurs. Im Finale rutschte der Partenkirchener aber noch auf den elften Platz zurück.

Nur noch Italien vor Weihnachten
Für die Herren stehen nun vor Weihnachten nur noch die Rennen am kommenden Wochenende an. Zunächst warten in Gröden zwei Speed-Entscheidungen am Freitag und Samstag. Sonntag und Montag müssen dann noch einmal die Techniker ihre Skier anschnallen und in Alta Badia zeigen, was sie drauf haben.