Am kommenden Wochenende geht es endlich für die Speed-Skirennläufer im alpinen Skiweltcup los. In Lake Louise steht am Samstag die erste Abfahrt der Saison und am Sonntag der erste Super-G auf dem Programm.

Weniger Überraschungen in dieser Speed-Saison?
Im vergangenen Jahr waren die Rennen in Kanada gekennzeichnet von Überraschungen. Die Siege sicherten sich Marco Büchel (LIE) in der Abfahrt und John Kucera (CAN) im Super-G. Vor allem in der Abfahrt hatten die besten Abfahrer Probleme mit der hohen Startnummer. Aufgrund der neuen Regel sollen die Weltbesten nun auch gleiche und faire Bedingungen vorfinden, sodass Überraschungssiege in diesem Jahr vielleicht nicht mehr so häufig vorkommen.


Didier Cuche ist Titelverteidiger
Dennoch darf man hoffen, dass der Weltcup der Herren weiterhin so bunt gemischt bleibt, wie er im vergangenen Winter war. Als Titelverteidiger der Abfahrtskugel geht Didier Cuche ins Rennen. Der Schweizer möchte in diesem Winter bestätigen, dass er die Wertung zurecht gewonnen hat. Zweiter wurde mit Marco Büchel ebenfalls ein routinierter Fahrer, zu denen auch Michael Walchhofer zählt. Walchhofer möchte wieder an die Erfolge aus den Jahren 2005 und 2006 anknüpfen, als er den Abfahrtsweltcup gewann. Zu den Jüngeren, die schnell unterwegs sind, zählt Peter Fill. Der Italiener würde diesen Winter liebend gerne seinen ersten Weltcup-Sieg einfahren. Und warum sollte ihm das nicht zum Speed-Auftakt in Lake Louise gelingen?

Drei DSV-Herren streiten sich um zwei Startplätze
Um den Sieg werden die deutschen Herren nicht mitfahren. Für sie geht es darum, Erfahrung und Weltcup-Punkte zu sammeln. Angeführt wird das kleine Team von Stephan Keppler, der als einziger gesetzt ist. Die anderen beiden Startplätze für die Abfahrt werden zwischen Johannes Stehle, Peter und Andreas Strodl vergeben.

Miller mit sportlichen Schlagzeieln?
Im Super-G sammelte Bode Miller im vergangenen Winter die meisten Punkte. Auf ihn werden in den Rocky Mountains wieder zahlreiche Mikrofone gerichtet sein, denn in einem Interview sprach sich der US-Ski-Star zum wiederholten Mal für legalisiertes Doping aus. Es bleibt abzuwarten, ob Miller auch sportlich für Schlagzeilen sorgen kann. Neben den besten Abfahrern zeichneten sich auch John Kucera und Gesamtweltcup-Sieger Aksel Lund Svindal im Super-G aus. Rechnen sollte man auch immer mit den Österreichern. Hier allen voran Hermann Maier, der sich mit neuem Material speziell auf die schnellen Disziplinen konzentriert hat.

Trainingsläufe entscheiden mit
Im Gegensatz zur Abfahrt hat der DSV nur zwei Startplätze im Super-G. Einer davon ist wie in der Abfahrt für Stephan Keppler reserviert. Wer den anderen erhält, entscheiden die Trainer nach den Eindrücken der Trainingsläufe und der Leistung in der Vorbereitung.

Die Rennen auf einen Blick:
Abfahrt am Samstag, den 24. November 19.30 Uhr MEZ
Super-G am Sonntag, den 25. November 19.30 Uhr MEZ

Wir berichten über die Rennen natürlich in unserem Liveticker!