Beim Nations Team Event hat Weltmeister Österreich wieder den ersten Platz belegt. In der Besetzung Andrea Fischbacher, Michaela Kirchgasser, Christoph Gruber, Mario Scheiber, Reinfried Herbst und Manfred Pranger distanzierte Team Austria mit 23 Punkten die Mannschaften aus Italien (29) und Frankreich (31). Deutschland hatte beim Mannschaftsvergleich nicht gemeldet.

Nur sieben Wettbewerber
Niemals wurde ein Nationencup dabei mit derart geringer Beteiligung ausgetragen. Nur sieben der elf in Are angetretenen Länder suchten den Vergleich - auch Deutschland, das immerhin bei der WM-Premiere 2005 Weltmeister wurde, war nicht am Start. Zudem ließen viele Stars aus, die in den abschließenden Technik-Wettbewerben noch um die Entscheidungen kämpfen. Bei Österreich fehlten etwa Benjamin Raich und Mario Matt, aber auch Marlies Schild, Nicole Hosp oder Renate Götschl. Auch Julia Mancuso war nicht für die USA dabei, Anja Pärson nicht für Schweden, die Norweger um Aksel Lund Svindal verzichteten gleich komplett. Im nächsten Jahr soll der Team-Wettbewerb daher wieder nach den Entscheidungen ausgefahren werden.

ÖSV gewinnt dank Grundstein im Super-G
Auch ohne viele Top-Stars erwies sich das österreichische Team als das ausgeglichenste. Im Super-G legten Fischbacher und Scheiber mit den besten Laufzeiten, sowie Kirchgasser und Gruber mit den Plätzen drei und zwei gleich eine solide Grundlage für den späteren Erfolg. Im Slalom konnte letztlich nur Kirchgasser als Zweitplatzierte wirklich überzeugen. Da auch die Konkurrenten patzten, genügten aber vierte und fünfte Plätze, um bereits vor Manfred Prangers abschließenden Lauf als erneuter Sieger festzustehen. Österreich bleibt als Team damit im Weltcup ungeschlagen und hat außer der Premiere 2005 alle Nationencups gewonnen.

Italien erstmals Zweiter
Jubeln konnten die Italiener. Sie leisteten sich zwar zweimal die Höchstpunkzahl - einmal da Technikerin Chiara Costazza im Super-G gar nicht erst startete, dann fiel Daniela Merighetti im Slalom aus. Sonst gab es zweite, dritte und vierte Plätze - und eine Bestzeit für Costazza im Slalom. Damit konnten sich auch die übrigen Teammitglieder Manfred Mölgg, Cristian Deville, Massimiliano Blardone und Peter Fill über den zweiten Platz im Gesamtklassement freuen. Es ist das beste Resultat für ein italienisches Team in diesem noch jungen Wettbewerb.

Frankreich auf dem Podest
Die französische Equipe startet schwach in die Super-Gs - Ingrid Jacquemod und Julien Lizeroux kamen nicht ganz vorne ins Ziel. Doch dann sollte es immer besser laufen. Marie Marchand-Arvier gelang gar die Bestzeit im dritten Lauf. Yannick Bertrand patzte zwar erneut, aber im Slalom konnten sich Florine de Leymarie, Lizeroux, Marchand-Arvier und Jean Baptiste Grange besser durchsetzen. Granges zweiter Platz im letzten Lauf bedeutet auch den Sprung auf das Siegerpodest für die Franzosen.


Schweden und Kanada punktgleich
Der Kampf um das Podest wurde dabei bis zum Schluss durch Schweden und Kanada spannend gehalten. Ohne Anja Pärson lagen die Schweden nach dem Super-G allerdings an letzter Stelle. Doch nach zweimal Platz eins und Rang drei im Slalom duch Therese Borssen, Jens Byggmark und Anna Ottosson waren die Skandinavier wieder im Rennen. Erst Markus Larssons Ausfall warf sie dann wieder zurück. Die Kanadier waren lange Zeit erste Verfolger der Österreicher. Nach dem Super-G noch auf Rang zwei misslangen aber die Slaloms fast komplett - somit fiel Team Kanada noch zurück.

Pleite für USA und Schweiz
Bis zwei Läufer vor Schluss sag es bei den USA wieder nach einem klaren letzten Platz aus - wie zuletzt in Are bei der WM. Auch Bode Miller konnte keine guten Platzierungen einfahren. Kaylin Richardson und Ted Ligety war es mit zwei guten Slalom-Läufen vorbehalten, ihr Team noch auf den vorletzten Platz zu hieven. Somit mussten die Gastgeber vor heimischer Kulisse mit dem letzten Platz Vorlieb nehmen. Die Schweizer vergaben eine sehr gute Ausgangsbasis durch drei letzte Plätze von Silvan Zurbriggen, Aline Bonjour und Marc Berthod in den letzten drei Slalom-Rennen.

Nach dem Nations Team Event stehen nun in Lenzerheide noch die Entscheidungen in den Technik-Rennen an. Am Samstag, den 17. März starten die Damen im Slalom und die Herren im Riesenslalom.