Die Österreicherin Marlies Schild hat beim Super-G der Damen in Lenzerheide (SUI) einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Gesamt-Weltcup gemacht. Die ÖSV-Athletin wurde Dritte und landete vor ihren Konkurrentinen im Rennen um die große Kristallkugel. Das Rennen gewann Anja Pärson (SWE) in 01:20,16 Minuten vor Andrea Fischbacher (AUT).

Pärson mit bester Linie
Bei erneut guten Bedingungen gingen die Damen an den Start. Schon mit Startnummer 13 kam die Weltmeisterin Pärson an die Reihe. Die Schwedin zog gewohnt aggressiv und stark ihre Linie durch und war schon oben vorne. Auch im Steilhang fuhr Pärson gut und legte eine neue Bestzeit hin. Diese Zeit konnte danach niemand auch nur ansatzweise gefährden, sodass Pärson ihren 35. Weltcup-Sieg einfahren konnte.

Kleine Österreichische Meisterschaft
Hinter Pärson entwickelte sich eine kleine Österreichische Meisterschaft, da alleine knapp die Hälfte der Teilnehmerinnen aus dem Alpenland kamen. Auf den zweiten Rang kam am Ende Andrea Fischbacher, die schon mit der frühen Startnummer vier eine ordentliche Fahrt zeigte und zudem von den noch sehr guten Pistenverhältnissen profitierte.

Schild mit kleinem Fehler
Marlies Schild hatte Startnummer acht und jagte die Zeit von Fischbacher, die bis dahin die Führung hielt. Schild war zwar oben fünf Zehntel schneller als Fischbacher, doch im Steilhang wurde sie einmal weit abgetragen und verlor Zeit. Im Ziel war sie 26 Hundertstel zurück, doch diese Fahrt sollte am Ende für das Podest reichen. Mit diesem dritten Rang sammelte Schild weitere 60 Punkte und hat nun beste Chancen, den Gesamt-Weltcup zu gewinnen.

Hosp mit guter Fahrt, aber hinter Schild
Die große Konkurrentin von Schild, Nicole Hosp, kam erst ziemlich spät mit der Startnummer 22. Hosp hatte Probleme im Steilhang und verlor dort an Zeit. Oben und unten fuhr die Österreicherin dann stark, doch sie konnte die Zeit von Schild nicht erreichen und landete schließlich auf Rang fünf mit 1,22 Sekunden Rückstand auf die Siegerin Pärson. Damit bekam sie 15 Zähler weniger als Schild und verlor weiter an Boden.


Götschl scheidet aus
Als letzte Fahrerin ging Renate Götschl in das Rennen. Die Steierin hatte sich ja schon vorher die Super-G-Wertung gesichert. Am Donnerstag hatte sie schon oben Probleme und schied dann im Mittelteil aus. Für Götschl war es der erste Ausfall der Saison in einem Speed-Rennen.

Riesch in den Top Ten - Haltmayr tritt zurück
Nach dem vierten Rang bei der Abfahrt am Mittwoch kam Maria Riesch auch beim Super-G unter die ersten zehn. Sie zeigte eine couragierte Leistung und hatte lediglich im Steilhang leichte Probleme. Petra Haltmayr war die zweite deutsche Starterin, schied jedoch nach dem Steilhang aus. Nach dem Rennen verkündete Haltmayr dann ihr Karriereende. Insgesamt stehen zwei Weltcup-Siege für die Athletin vom SC Rettenberg zu Buche.

Schild vor Gesamtsieg
Für die Damen steht am Samstag, dem 17. März nun das vorletzte Einzelrennen der Saison an. Dann kann Marlies Schild in ihrer Paradedisziplin Slalom die endgültige Entscheidung im Gesamt-Weltcup herbeiführen. Vor dem Slalom führt Schild mit 70 Punkten vor Nicole Hosp. Den Slalom-Weltcup hatte Schild schon vorher für sich entschieden.