Die Abfahrtsrennen in Lenzerheide (SUI) hatten es in sich. Während bei den Damen die Abflüge von der Strecke glimpflich ausgingen, überschatteten gleich zwei schwere Stürze das Herrenrennen. Dort wurden sowohl Lokalmatador Bruno Kernen als auch Pierre-Emmanuel Dalcin per Helikopter ins Krankenhaus abtransportiert.

Bruno Kernen durchschlägt Fangnetze
Zunächst konnte man sich über ein spannendes Rennen freuen, denn die Piste Silvano Beltrametti verlangte den besten Fahrern des Weltcups einiges ab. Doch schon bald hielten die Zuschauer den Atem an, als mit Startnummer 17 Bruno Kernen mit dem Innenski in einem Tor hängen blieb und in die Fangzäune rutschte. Sofort wurde das Rennen für längere Zeit zur Bergung unterbrochen. Glücklicherweise konnten beim Schweizer nur leichte Verletzungen festgestellt werden. Er wird mit einer Gehirnerschütterung, einer Nackenstauchung und Knieverletzung hoffentlich bald wieder auf den Beinen sein.


Schulterluxation bei Dalcin
Nur drei Startnummern später ereilte den Franzosen Pierre-Emmanuel Dalcin ein ähnliches Schicksal. Er raste an einer anderen Stelle in die Netze und durchschlug eine Werbebande. Wieder folgte eine lange Unterbrechung des Rennens. Die Schmerzen in der Schulter des Franzosen stellten sich bei Untersuchungen als Schulterluxation heraus.