Die Piste Di Prampero in Tarvisio (ITA), auf der zum ersten Mal Weltcuprennen stattfanden, hatte es in sich. Schon im Training machte die Schweizerin Dominique Gisin negative Erfahrungen mit der Strecke, in der Abfahrt der Kombination am Freitag stürzten gleich zwei Österreicherinnen beim Zielsprung und der Spezialabfahrt am Samstag fiel Tamara Wolf (SUI) zum Opfer.

Kathrin Zettel mit Schienbeinkopfbruch
Die Zuschauer hielten den Atem an, als nach Kathrin Zettels (AUT) Sturz das Rennen für einige Zeit unterbrochen wurde. Zunächst regte sich die Österreicherin nicht. Zur Erleichterung aller war sie aber kurze Zeit später ansprechbar und wurde im Akja abtransportiert. Untersuchungen ergaben, dass Zettel einen Schienbeinkopfbruch am linken Bein und einen Nasenbeinbruch erlitten hat und somit für den Rest der Saison nicht mehr an den Start gehen kann.

Gips für Anna Fenninger
Bei Zettels Mannschaftskameradin Anna Fenninger sah es so aus, als wäre sie glimpflicher davon gekommen. Wie Zettel verlor sie beim Zielsprung die Kontrolle und rutschte von der Piste. Aber leider blieb es nicht bei der ersten Diagnose Schuhrandprellung, sondern es handelt sich tatsächlich um einen Riss des Syndesmosebandes, der die 17-Jährige für sechs Wochen in den Gips zwingt und somit auch ihre Saison beendet.


Schweizerinnen im Pech
Auch die Schweizerinnen hatten schon mit vielen Verletzungen zu kämpfen. Kreuzbandrisse, Wadenbeinbruch und Knochenabriss sind nur wenige davon. In diesem Jahr schien es zunächst gut zu laufen, landeten besonders die jungen Wilden des Schweizer Teams in den Speedwettbewerben zuletzt fast kontinuierlich auf den vorderen Plätzen. Doch das Wochenende in Tarvisio hat die jungen Fahrerinnen Dominique Gisin und Tamara Wolf nun wieder zurück geworfen.

Saison-Aus für Gisin
Während Gisin bereits im Training stürzte und bei ihr ein Kreuzband- und einen Innenbandriss am linken Knie und ein Innenband-Anriss am rechten Knie diagnostiziert wurde, kam ihre 21-jährige Teamkollegin in der Abfahrt am Samstag zu Fall. Obwohl ihr Abflug von der Piste Schlimmes vermuten ließ, konnte sie sich am Ende glücklich schätzen, nur mit einer Gehirnerschütterung und einem Anriss des rechten Innenbandes im Knie davongekommen zu sein.