Erstmals nach 1999 taucht Spaniens Süden wieder im alpinen Weltcup-Kalender auf. Die Damen treten dazu den Weg aus Europas Norden in die Sierra Nevada an, um in zwei Technikwettbewerben, einem Riesenslalom und einem Slalom, die Siegerin zu ermitteln.

Lokalmatadorin nicht dabei
Spanien hatte sich vor Beginn der Saison schon auf seine Lokalmatadorin Maria Jose Rienda Contreras gefreut, die im letzten Winter noch die Riesenslalomrennen dominierte. Dass für die Spanierin die gesamte Saison aufgrund einer Verletzung ausfallen musste, sollte die Stimmung aber dennoch nicht zu sehr trüben. Denn auch ohne den heimischen Star sind spannende Rennen garantiert.

Österreicherinnen auf Podiumskurs
Bevor es am Sonntag in den Stangenwald geht, gilt es zunächst einmal die weiter gesetzten Tore zu umrunden. Vorne mit dabei ist mit großer Sicherheit Nicole Hosp (AUT), die sich gerade noch über ihren WM-Titel im Riesenslalom freuen konnte. Dicht auf den Fersen werden ihr dabei ihre Teamkolleginnen Kathrin Zettel und Michaela Kirchgasser sein, die im bisherigen Saisonverlauf ebenfalls schon mit guten Ergebnissen glänzen konnten.

Hölzl verletzt - weitere Kandidatinnen
Das deutsche Team hat einen Ausfall zu beklagen. Kathrin Hölzl wird nach einem Steißbeinbruch nicht am Rennen in Spanien teilnehmen. Auch sie hätte hier zu den Podiumsanwärterinnen gezählt. Genau wie die Finnin Tanja Poutianien (FIN) und Julia Mancuso (USA), die zum Angriff bereit sind und den Österreicherinnen die vorderen Plätze streitig machen wollen. Karen Putzer (ITA), die Siegerin von Cortina, hat nach einer verpatzten WM die Chance zu zeigen, dass ihr Triumph keine Eintagsfliege war.

Sichert sich Schild die kleine Kristallkugel?
Im Gegensatz zu den Herren, bei denen es weder im Gesamtweltcup noch in den Disziplinenweltcups zu einer vorzeitigen Entscheidung kommen wird, kann Marlies Schild (AUT) ihren "Slalom-Sack" mit einem guten Resultat zumachen. Denn mit 268 Punkten Vorsprung auf die Schwedin Therese Borssen ist es nahezu unmöglich, die Österreicherin noch einzuholen. Nichtsdestotrotz gibt es für den Sieg beim Slalom am Sonntag mehrere Kandidatinnen. Auch der Tschechin Sarka Zahrobska, der frisch gekrönten Slalom-Weltmeisterin, Kathrin Zettel (AUT) und der Kroatin Ana Jelusic ist ein Sieg zuzutrauen.


Rebensburg zeigt im Riesenslalom auf
Viktoria Rebensburg könnte eine Sensation schaffen. Die erst 17-jährige Deutsche hat in Are im zweiten Durchgang des Riesenslaloms eine fantastische Leistung auf den Hang gezaubert. Die drittbeste Laufzeit brachte ihr am Ende Platz acht. Maria Riesch, die in Schweden eine konstant solide Leistung zeigte, wird ihren Aufwärtstrend weiter bestätigen wollen. Annemarie Gerg, ähnlich enttäuscht wie Vogl und Neureuther nach ihrem Ausscheiden, erhält in der Sierra Nevada die nächste Chance. Monika Bergmann-Schmuderer war eine der besten DSV Athletinnen in Are und ist an einem guten Tag auch für die Bestzeit gut.