In Garmisch-Partenkirchen werden zwischen dem 23. und 25. Februar 2007 drei Weltcuprennen ausgetragen - so lautet das Ergebnis der Schneekontrolle durch den FIS-Beauftragten Manfred Tiefenthaler. Damit finden auf der Kandahar (zwei Abfahrten) und am Gudiberg (Slalom) die geplanten drei Rennen statt, darunter die wegen Schneemangels in Kitzbühel (AUT) abgesagte Abfahrt der Herren.

Programm
- Freitag, 23. Februar 2007: Abfahrt, Startzeit 12:45 Uhr
- Samstag, 24. Februar 2007: Abfahrt, Startzeit 11:30 Uhr
- Sonntag, 25. Februar 2007: Slalom, Startzeit erster Dg. 09:30 Uhr, Startzeit zweiter Dg. 13:00 Uhr

Schnee aus dem Wipptal
Peter Fischer, Chef des Organisationskomitees in Garmisch-Partenkirchen, betont, dass die Wetterbedingungen seinem Team zwar alles abverlangten, die Kandahar im oberen Streckenteil dennoch "bereits jetzt in einem perfekten Zustand" sei. Laut Wetterprognose ist bis zu den Rennen nicht mit größeren Niederschlägen zu rechnen. Trotz möglicher Föhntage soll es nachts beständig kalt bleiben. Das Organisationsteam hat sich daher entschieden, per LKW etwa 2.000 Kubikmeter Schnee aus dem Wipptal kommen zu lassen. "Mit je zehn Sattelschlepperladungen Schnee am Samstag und Sonntag dieser Woche werden wir auf der Kandahar von der Ausfahrt FIS-Schneise an bis in den Zielraum hinein für eine größere Streckenbreite und ausreichend Sturzräume sorgen. Wenn nötig, fliegen wir den Schnee mit einem Helikopter zu schwierig erreichbaren Stellen - sowohl auf der Kandahar als auch am Gudiberg", plant Fischer die Arbeiten für das Wochenende. Für den "Schneeimport" entstehen dem Veranstalter Kosten in Höhe von 30.000 Euro.

Walter Vogel voller Vorfreude
Der Sportliche Leiter Alpin des Deutschen Skiverbandes, Walter Vogel, unterstreicht die erfolgreichen Vorbereitungen: "In Garmisch-Partenkirchen wird harte Arbeit verrichtet. Dank der Organisation vor Ort werden wir laut aktueller Vorhersagen beste Rennbedingungen präsentieren können. Wichtig ist jetzt, dass die Nächte kalt bleiben. Ich bin guter Dinge, dass wir ein langes Weltcup-Wochenende erleben. Und ich freue mich auf diesen Heim-Weltcup, ebenso wie die Aktiven, die in Garmisch-Partenkirchen in den letzten Jahren immer mit guten Leistungen überzeugt haben".


Heinz Mohr führt Eckert und Stankalla als Rennleiter ein
Wie in den Jahren zuvor leitet Heinz Mohr die Rennorganisation am Garmisch-Partenkirchener Weltcup-Wochenende. Mohr steht den neuen Rennleitern Florian Eckert (Abfahrt, Kandahar) und Stefan Stankalla (Slalom, Gudiberg) mit Rat und Tat zur Seite. Die ehemaligen DSV-Topfahrer freuen sich auf die neue Herausforderung. Florian Eckert: "Ich hatte mir die Vorbereitungen bereits im letzten Jahr genau angesehen - hier arbeitet ein eingespieltes Team, das alles daran setzt, beste Bedingungen für die Fahrer herzustellen. Natürlich sind wir vom Wetter abhängig. Die Prognosen sind aber nicht schlecht, auch wenn derzeit nicht mit Schneefall zu rechnen ist. Ich bin kein Prophet, persönlich aber guter Dinge, dass wir Bedingungen für sportlich hochwertige Rennen schaffen werden".

Stefan Stankalla: "Am Gudiberg habe ich 1994 das erste Weltcuprennen überhaupt bestritten. In meiner Heimat als Rennleiter zu arbeiten ist mir eine Ehre und eine willkommene Herausforderung. Ich bin diesen Hang so oft im Wettkampf gefahren, ich weiß, worauf zu achten ist. Der schlechte Winter beschert auch uns schwierige Bedingungen, wir werden aber keine Mühen scheuen, eine perfekte Rennpiste herzubringen".