Bode Miller konnte die Abfahrt der Herren in Wengen (SUI) für sich entscheiden. In 02:28.89 Minuten setzte sich der US-Amerikaner vor Didier Cuche (SUI) und Peter Fill (ITA) durch.

Miller voll am Limit
Der Klassiker in Wengen hatte am Samstag alles zu bieten. Stürze, Rennunterbrechungen und spektakuläre Fahrten der Stars. Der Beste von allen war Bode Miller. Mit einem Husarenritt sondergleichen fuhr der US-Amerikaner voll am Limit und manchmal auch darüber. Gerade das am Samstag schwer zu fahrende Brüggli-S bewältigte Miller grandios und fuhr die beste Linie. Damit war er nicht zu schlagen und feierte so seinen 25. Weltcup-Sieg.

Wieder zweiter Rang für Cuche
Erneut knapp geschlagen geben musste sich Didier Cuche. Der Schweizer fuhr ebenfalls ein enorm gutes Rennen, doch wieder reichte es nicht ganz zum Sieg. Der 'ewige Zweite' Cuche machte seinem Namen alle Ehre und landete direkt hinter Miller auf dem Podest. Dennoch bewies der Schweizer seine tolle Form und die Anwartschaft auf den Abfahrts-Weltcup.

Fill beweist Allrounder-Qualitäten
Ebenso in der Weltspitze hat sich Peter Fill etabliert. Der Italiener gehört mittlerweile auch in der Abfahrt zu den Weltbesten und meisterte die schwere Abfahrt am Samstag mit Bravour. Er lag am Ende 1,47 Sekunden hinter Miller und wurde Dritter.

Walchhofer unglücklich
Michael Walchhofer ging als einer Top-Favoriten in das Rennen, konnte er doch die letzten beiden Abfahrten in Bormio (ITA) für sich entscheiden. Doch schon beim Start blieb Walchhofer mit dem Stock hängen und schied dann wenig später gar aus.


Österreicher geschlagen
Überhaupt war es nicht der Tag der Österreicher. Bester von ihnen war am Ende Klaus Kröll auf dem sechsten Rang. Dahinter rangierte Christoph Gruber auf Platz sieben. Hermann Maier fuhr zwar auf den neunten Rang, ist in der Abfahrt aber weiterhin kein Sieganwärter. Benjamin Raich dagegen war mit seinem zwölften Platz durchaus zufrieden.

Keppler wieder in den Punkten
Der Deutsche Stephan Keppler feierte in Wengen seine Lauberhorn-Premiere. Gleich mit der Startnummer eins musste Keppler an den Start gehen und er machte seine Sache sehr gut. Keppler ging nicht volles Risiko und fuhr ein sicheres Rennen auf Ankommen. Am Ende sicherte er sich mit Rang 26 noch einige Weltcup-Punkte. Johannes Stehle dagegen verfehlte als 47. die Punkte.