Mit einer nahezu perfekten Fahrt hat Renate Götschl (AUT) die Abfahrt der Damen in Zauchensee (AUT) gewonnen. In 01:19,32 Minuten verwies Götschl die Schweizerin Dominique Gisin (+ 0,23) und Julia Mancuso (USA, + 0,30) auf die weiteren Plätze.

Götschl überzeugt
Nach der Absage vom Freitag wurde die Abfahrt am Samstag gleich nachgeholt. Dort zeigte einmal mehr Renate Götschl ihre ganze Klasse. Mit perfekter Hocke und toller Linie raste Götschl in Zauchensee zum Sieg. Sie legte eine perfekte Fahrt hin und gewann ihr erstes Abfahrts-Rennen in dieser Saison. Für sie war es der drittte Saisonsieg.

Gisin nutzt Startnummer eins
Am Freitag konnte Gisin als einzige Läuferin eine weitere Trainingsfahrt absolvieren. Dies kam ihr offensichtlich zu Gute und sie setzte gleich mit der Startnummer eins eine sehr gute Zeit, an der bis auf Götschl alle anderen Favoritinnen sich die Zähne ausbissen. Für Gisin war es der erste Podestplatz ihrer Karriere.

Mancuso verpatzt letzten Sprung - Kildow stürzt
In einer Top-Form ist derzeit Julia Mancuso aus den USA. Dies zeigte sie auch am Samstag, als sie eine gute Fahrt hinlegte. Doch kurz vor dem Ziel verpatzte sie den letzten Sprung und vergab so den möglichen Sieg. Dennoch errreichte sie mit PLatz drei erneut einen Top-Platzierung. Lindsey Kildow, die Top-Favoritin, lag oben fünf Zehntel voran. Doch dann lehnte sie sich zu weit nach innen und stürzte. Passiert ist ihr aber glücklicherweise nichts.

Holaus mit fantastischem Comeback
Den hervorragenden vierten Platz erzielte Maria Holaus, ein junges österreichisches Talent. Die ÖSV-Fahrerin hatte lange Jahre mit Verletzungen zu kämpfen und bekam bei der Abfahrt eine Chance - die sie mit Bravour nutzte. Aggressiv und mit guter Linie unterwegs, war sie im Ziel nur 0,71 Sekunden hinter der Bestzeit von Götschl. Im Ziel kannte der Jubel bei ihr keine Grenzen.


Schild mit wichtigen Punkten
Auch die Führende im Gesamt-Weltcup, Marlies Schild, fuhr ein gutes Rennen und holte sich wertvolle Punkte. Sie war am Ende auf dem elften Rang. Nicole Hosp wurde lediglich 23. und Kathrin Zettel ging krankheitsbedingt gar nicht an den Start.

Riesch beste Deutsche
Die deutschen Damen konnten auch bei dieser Abfahrt keine vordere Platzierung schaffen. Als einzige Läuferin kam Maria Riesch in die Punkteränge. Sie fuhr nicht mit letzter Konsequenz und wurde am Ende 26. Petra Haltmayr kam gar nicht zurecht und verfehlte als 50. deutlich die Punkteränge. Auch Gina Stechert (Rang 51), Fanny Chmelar (56), Stefanie Stemmer (57) sowie Monika Springl (60) landeten abgeschlagen im hinteren Feld.