Die 30-jährige Österreicherin Brigitte Obermoser verlässt den alpinen Ski-Weltcup. Am 10. Januar gab sie in einer Presseerklärung ihren Entschluss bekannt, dem aktiven Rennsport den Rücken zu kehren. Auch ihre junge Teamkollegin Astrid Vierthaler beendete ihre Laufbahn.

Rücktritt in der Heimat
Der Heim-Weltcup in Altenmarkt-Zauchensee sollte der Hintergrund für diesen Schritt sein. Brigitte Obermoser hatte nach einigen Verletzungen den Sprung an die Weltspitze nicht mehr geschafft und daraus nun die Konsequenzen gezogen. Die große Konkurrenz im ÖSV-Team machte die Rückkehr wohl noch schwieriger für die Speedfahrerin. Sie kann zwischen 2000 und 2003 auf drei Weltcupsiege zurückblicken - bei ihrem letzten Einsatz in Lake Louise (CAN) sprang aber nur Position 50 heraus. Bei Großereignissen verfehlte sie die Medaillenränge. 2003 in St. Moritz als Vierte der WM-Abfahrt kam sie ihnen aber sehr nahe. 1998 und 2004 schaffte sie auch die Qualifikation für die Olympischen Spiele. Obermoser betreibt bereits ein Fitnessstudio in Radstadt, dem sie sich nun mehr widmen will.


Früher Rücktritt nach Kreuzbandriss
Neben Obermoser hat auch die erst 24-jährige Astrid Vierthaler ihren Rücktritt erklärt. Sie hatte vor Wochen einen Kreuzbandriss im rechten Knie erlitten und danach bereits die Entscheidung gefällt, keine Rennen mehr zu fahren. Vierthaler galt als Talent und holte 2001 den Titel der Juniorenweltmeisterin in der Abfahrt. Im Weltcup fuhr sie in der Abfahrt im Winter 2004/2005 mehrfach unter die besten 20 vor. Danach warfen Verletzungen sie zurück.