Der Januar ist die Zeit der großen Rennen im alpinen Weltcup: Die Lauberhorn-Abfahrt in Wengen (SUI), die Hahnenkammrennen in Kitzbühel, Cortina d\'Ampezzo in Italien mit seinen Speed-Rennen für die Damen. Doch diese Rennen stehen derzeit alle auf der Kippe, denn der Wettergott meint es weiterhin nicht gut mit den Wintersport-Fans.

Zwölf Grad und Regen
Die vier nächsten Weltcup-Gastgeber müssen zittern. Die Austragung der Rennen in Wengen, Chamonix, Kitzbühel und Cortina d\'Ampezzo steht derzeit in Frage. Zunächst muss Wengen bangen. Am 12. Januar soll dort gefahren werden, in der Nacht zum Dienstag regnete es auf die circa 40 Zentimeter starke Schneedecke. Ein Problem, denn bei den erwarteten Temperaturen von zehn bis zwölf Grad über Null ist eine harte Präparierung ohnehin schwer genug. Das erste Training am Mittwoch, den 10. Januar, ist jedenfalls stark gefährdet.

Ersatzorte Val d\'Isere und St. Moritz im Gespräch
Auch in Chamonix (FRA) sieht die Schneelage derzeit alles andere als rosig aus. Dort stünde aber vielleicht ein Ersatzkandidat bereit: Val d\'Isere, eigentlich erster Herren-Gastgeber nach den Überseerennen, könnte so noch zu Weltcup-Ehren kommen und die Wettbewerbe übernehmen. Am selben Wochenende sollen die Damen in Cortina d\'Ampezzo antreten, und auch dort scheint es derzeit kaum möglich, alpine Skirennen auszutragen. Für Cortina stünde wohl St. Moritz in der Schweiz bereit, dass im Dezember wegen Schneemangel hatte absagen müssen.


Schnee für die Streif
Ein großes Fragezeichen steht auch noch vor den Hahnenkammrennen in Kitzbühel. Dort wird am 16. Januar die abschließende Schneekontrolle stattfinden - und damit die Entscheidung, ob überhaupt auf der prestigeträchtigen Streif gefahren werden kann. Für alle Fans des alpinen Sports heißt es damit weiter, auf einen wirklichen Wintereinbruch in den Alpen zu hoffen.