Österreich hat nach den Abfahrten in Bormio (ITA) seinen Speed-Champion zurück. Michael Walchhofer gewann auch die zweite Abfahrt auf der Stelvio und verwies den Italiener Peter Fill sowie Mario Scheiber auf die Plätze.

Klare Bestzeit für Walchhofer
Die Körpersprache verriet den Meister. Walchhofer ließ seinem ersten Saisonsieg weitere Taten folgen, holte über die gesamte Distanz ein immer größeres Polster heraus. Er arbeitete auf der Strecke wie kein anderer und hatte somit zurecht die Bestzeit im Ziel stehen. Dort konnte er jubeln, er und Landsmann Mario Scheiber haben das ÖSV-Team wieder auf die Erfolgsspur gebracht.

Schlussspurt von Fill
Zwischen die Österreicher konnte sich nur Peter Fill schieben. Der Italiener hatte eigentlich schon alle Chancen verspielt, doch mit einer einzigartigen Vorstellung auf den letzten 200 Metern konnte er auch der Elite eine gute halbe Sekunde abjagen und ließ die einheimischen Fans jubeln.

Miller und Cuche stark - aber nicht vorne
An dieser Vorgabe scheiterten auch die Top-Favoriten Didier Cuche und Bode Miller. Während der Amerikaner mit einigem Vorsprung in den Zielhang kam und dort die Führung verspielte, hatte auch Cuche im Schlussteil eine starke Phase und belegte so Rang fünf, knapp hinter Miller.

Svindal behauptet Führung
Ebenfalls mit einem Top-Ergebnis verabschiedete sich der Norweger Aksel-Lund Svindal in das neue Jahr. Er fuhr auf Rang sechs und damit knapp hinter seine derzeit schärfsten Konkurrenten im Kampf um die große Kristallkugel, Miller und Cuche. Damit verteidigte er seine knappe Führung im Gesamtweltcup.

Nur Keppler in den Punkten
Für die deutschen Starter lief es auf der Stelvio nicht perfekt. Stephan Keppler ging als Zweiter ins Rennen, hatte dort aber einige Probleme in den eisigen Steilkurven und sammelte als 27. wenigstens noch einige Weltcup-Zähler. Für Johannes Stehle war auch die Piste bereist ein Problem. Zusätzlich verlor er aber auch im schnellen Startbereich wertvolle Zehntel und fiel am Ende auf Rang 40 zurück.

Raich, Gruber und Maier patzen
Verlierer gab es in Bormio im Lager der Österreicher. Benjamin Raich musste im Kampf um den Gesamtweltcup einen Rückschlag hinnehmen. Als 26. scheint er in den schnellen Disziplinen derzeit einfach nicht gut genug. Auch für Christoph Gruber und Hermann Maier waren mit den Positionen 24 und 28 unter Wert geschlagen - einmal mehr.

Mit der zweiten Abfahrt beendeten die alpinen Herren das Jahr 2006. Für sie geht es am 6. und 7. Januar 2007 in Adelboden weiter, wo ein Riesenslalom und ein Slalom anstehen.