Auch bei der zweiten Abfahrt der Damen in Val d´Isère war es eine US-Amerikanerin, die ganz oben auf dem Podium stand. In der sensationellen Zeit von 1:38,06 Minuten und mit über einer Sekunde Vorsprung auf ihre Teamkollegin Julia Mancuso machte Lindsey Kildow den Doppelsieg perfekt. Am Vortag war bereits Julia Mancuso ihr erster Weltcup-Sieg geglückt. Anja Pärson konnte mit nur zwei Zehntelsekunden Rückstand auf Mancuso den dritten Platz erreichen.

Jacquemod setzt erstes Zeichen
Die Piste präsentierte sich auch am Mittwoch wieder in bester Verfassung. Bei niedrigen Temperaturen und erneutem Sonnenschein waren die Bedingungen für alle Athletinnen gleichbleibend gut. Dies zeigte sich auch beim Kampf um den Sieg, denn erst ab der Startnummer 26, die Julia Mancuso trug, begannen die Damen Ingrid Jacquemods Bestzeit anzugreifen, die die Französin mit Startnummer 13 vorgelegt hatte.

Kildow deklassiert den Rest des Feldes
Dennoch wurde Jacquemod bis zum Rennende noch bis auf den fünften Rang durchgereicht. Julia Mancuso zeigte ein weiteres Mal, dass ihr die Strecke liegt, wenn auch nicht in solch überragender Form wie am Dienstag. Sie nahm ihrer Konkurrentin 60 Zehntelsekunden ab. Auch Anja Pärson und Renate Götschl, die kurz nach der US-Amerikanerin das Rennen aufnahmen, konnten die neue Bestzeit nicht überbieten. Erst die Fahrt der Teamkollegin Lindsey Kildow wurde zur Besten des Tages. Ohne Fehler und mit der höchsten Geschwindigkeit des Feldes raste Kildow zu ihrem sechsten Weltcup-Erfolg.


Götschl setzt sich an die Spitze des Gesamtweltcups
Damit steht fest, dass Kildow (340) auch weiterhin die Führende in der Weltcup-Wertung der Abfahrt bleibt und bereits einen deutlichen Vorsprung auf die Zweitplatzierte Renate Götschl (225) aufweist. Letztere konnte aber aufgrund der konstanten Leistungen in der Abfahrt ihre österreichische Teamkollegin Nicole Hosp von Position eins der Gesamtweltcup-Wertung verdrängen.

Deutsche Damen schwächeln erneut
Beste Deutsche am Mittwoch wurde Maria Riesch auf Rang 26. Nach ihrem Weltcup-Erfolg in Lake Louise scheint ihr der beherzte Fahrstil etwas abhanden gekommen zu sein. Riesch erzielte somit zwar kein Top-Resultat, konnte aber dennoch Weltcup-Punkte einstreichen. Petra Haltmayr verpasste die Punkteränge ein weiteres Mal. Sie verbesserte ihre Leistung gegenüber dem Vortag, kam jedoch über die 35. Position nicht hinaus und sucht weiterhin nach ihrer Form. Gina Stechert und Stefanie Stemmer können ihre Läufe, die auf Platz 47 und 52 endeten, unter der Kategorie „Weltcup-Erfahrung“ verbuchen.