Renate Götschl hat auch den zweiten Super-G der Saison gewonnen. Die Österreicherin siegte in der Zeit von 1:17,91 Minuten auf der Reiteralm vor heimischem Publikum deutlich vor ihrer Teamkollegin Nicole Hosp (+0,71 Sekunden). Dritte wurde die Schweizerin Martina Schild.

Götschl wieder die 'Speed-Queen'
Lange hatte Martina Schild, die bereits als Dritte auf die Strecke ging, das Klassement angeführt. Erst Nicole Hosp, Startnummer 21, konnte sie verdrängen. Für Hosp dauerte der Aufenthalt in der Box der Führenden nicht lange, denn direkt hinter ihr ging Renate Götschl aus dem Starthaus. Mit einer sensationellen Leistung pulverisierte Götschl die Bestzeit und gewann hochverdient auch den zweiten Super-G der Saison. Damit avanciert sie endlich wieder zur absoluten 'Speed-Queen'.

ÖSV-Meisterschaft auf der Reiteralm
Liest man sich das Endklassement durch, kommt man sich vor, wie bei der Österreichischen Meisterschaft im Super-G. Von den elf gestarteten ÖSV-Damen erreichten sieben Rennläuferinnen einen Platz unter den besten Acht. In die Top Ten fuhren außer Martina Schild nur noch Nadia Fanchini (ITA) als Neunte und Emily Brydon (CAN) auf Rang zehn als Nicht-Österreicherin.

Favoritinnen patzen - Kildow geschwächt
Die Favoritinnen, die nicht aus dem Gastgeberland stammen, patzten dabei reihenweise. Anja Pärson fehlt nach wie vor der richtige Schwung. Der Schwedin, die in den vergangenen Jahren immer um den Gesamtweltcup mitkämpfte, fehlt nach ihrer Knieoperation im Sommer immer noch die Form, die sie sonst ausgzeichnet hat. Aber auch eine Nadia Styger (SUI) oder Julia Mancuso (USA) konnten nicht überzeugen. Beide teilten sich am Ende Rang 16. Wieder am Start stand im Super-G Lindsey Kildow. Die Amerikanerin hatte aufgrund einer Magenverstimmung noch auf den Start in der Super-Kombination verzichtet. Sie stieg nach einigen Fehlern noch sichtlich geschwächt aus.


Haltmayr beste Deutsche
Ganz anders als die Gastgeberinnen zeigten sich die deutschen Damen. Petra Haltmayr wurde am Ende beste DSV-Athletin auf dem 23. Rang. Beim Super-G-Auftakt in Lake Louise (CAN) wurde sie noch Neunte. Maria Riesch erreichte als 26. ebenfalls Weltcup-Punkte. Die Top 30 verpassten allerdings die drei anderen Starterinnen. Fanny Chmelar wurde 34. Viktoria Rebensburg einen Tag nach ihrem Weltcup-Debüt eine ordentliche Leistung und fuhr auf den 38. Rang. Gina Stechert kam auf Position 42, sodass die jungen Wilden des DSV erstmals wieder einen Rückschlag hinnehmen mussten.

Hosp baut Führung aus
Im Super-G-Weltcup liegt Renate Götschl mit der Idealpunktzahl von 200 klar in Führung. Zweite ist Nicole Hosp (116) vor Martina Schild (86). Im Gesamtweltcup hat Hosp ihre Führung ausgebaut. Sie hat nun 421 Zähler auf dem Konto. Zweite ist weiterhin Marlies Schild (377). Neue Dritte ist dank ihres Sieges Renate Götschl (311).