Bode Miller aus den USA hat den zweiten Super-G der Saison für sich entscheiden können. Er setzte sich in 1:32,35 Minuten klar vor Christoph Gruber (AUT, 1:32,99 Min.) und dem Kanadier John Kucera (1:33,08 Min.) durch. Stephan Keppler fuhr erneut auf einen starken achten Rang vor.

Schwere Strecke sorgt für Spannung
Bei besten Wetterbedingungen konnte der Super-G von Gröden gestartet werden. Der Ritt über die Ciaslat-Wiesen erwies sich für viele Stars als schwierige Prüfung, fast kein Fahrer kam fehlerfrei durch den schweren Kurs. Dabei setzte Georg Streitberger mit Startnummer eins ein erstes Zeichen, mit seiner Fahrt durch die steilen Kurven mit vielen Wellen hielt er zunächst die Spitze und konnte mit Rang sechs am Ende zufrieden sein. Mit Startnummer neun stieg John Kucera ins Rennen ein, der den ersten Wettbewerb dieser Disziplin hatte gewinnen können. Heute gelang dem Kanadier der Beweis, das dies kein Zufallstreffer war. Mit hohem Risiko zog er an die Spitze und konnte auch vom Trainingsbesten Didier Cuche nicht gestoppt werden. Am Ende blieb für ihn der dritte Rang und damit die Führung im Super-G Klassement.

Walchhofer und Raich bleiben unter ihren Möglichkeiten
Doch die Besten der Weltrangliste sollten noch kommen. Allerdings machten die entscheidenden Stellen auch den ganz Großen Probleme. Michael Walchhofer verpatzte nach gutem Beginn die berüchtigten Wiesen und landete abgeschlagen auf Rang 26. Benjamin Raich kam zu keinem Zeitpunkt zurecht - Platz 45 blieb für den Gesamtweltcupsieger des Vorjahres. Hoch gehandelte Namen wie Marco Büchel oder Antoine Deneriaz überzeugten ebenfalls nicht. Dann ging Bode Miller auf den Kurs und zeigte einmal mehr sein Genie. In unnachahmlicher Art hielt er die Ideallinie auch in den welligen Steilkurven und nahm den Speed mit in die Gleitpassagen. Im Ziel hatte er einen klaren Vorsprung von fast sieben Zehntelsekunden, den er nicht mehr verlieren sollte.


Svindal behauptet Führung im Geamtweltcup
Nach Miller startete Christoph Gruber und zeigte einen guten Lauf, wenn er auch die Bestzeit nicht gefährden konnte. Sein zweiter Platz rettete die erneut nicht überragende Bilanz aus Sicht der Österreicher. Zwei Fahrer unter den Top-Ten werden aber kaum als Erfolg gewertet werden. Jetzt gab es nur noch Wenige, die Miller herausfordern konnten. Aksel-Lund Svindal versuchte es und fuhr auf den fünften Rang vor. Mit dem erneuten Top-Ergebnis festigte er seine Führung im Gesamtweltcup. Mit Startnummer 30 ging dann Hermann Maier ins Rennen. Oben konnte er Miller Paroli bieten, doch dann verpasste Maier ein Tor. Er fuhr mit der fünftbesten Zeit ins Ziel, doch danach wurde er disqualifiziert.

Glänzender Keppler
Aus deutscher Sicht sollte das Highlight noch folgen: Mit Startnummer 34 ging Stephan Keppler auf die Strecke und riss das Rennen mit seiner mutigen Fahrweise an sich. Die guten Pistenbedingungen nutzend, raste Keppler vor auf Position acht und bestätigte damit sein Top-Ten Ergebnis von Lake Louise. Noch im Zielraum gab er an: "Ich bin auch überrascht, mit einem Top-Ten Ergebnis habe ich nicht gerechnet." Johannes Stehle wurde 47, Mathias Wölfl schied bei seiner Weltcup-Premiere aus. Bereits morgen geht es in Gröden mit der Abfahrt weiter.