Die österreichischen Ski-Damen setzen ihre Erfolgsserie fort und feierten bei der Super-Kombination auf der Reiteralm einen vierfachen Erfolg. Marlies Schild siegte am Ende in 02:13,69 Minuten vor Michaela Kirchgasser und Kathrin Zettel. Auf den vierten Rang kam Nicole Hosp. Einen ganz starken sechsten Platz erreichte Fanny Chmelar aus Deutschland.

Schild erstmals in Super-Kombination erfolgreich
Mit dem Sieg von Marlies Schild gab es bei den Damen in der Super-Kombination erstmals eine andere Siegerin als Janica Kostelic (CRO), die ja in dieser Saison nicht am Start ist. Schild bewies dabei erneut, dass sie im Slalom derzeit nicht zu schlagen ist. Sie fuhr beim fünften Slalom-Durchgang der Saison zum fünften Mal die Bestzeit. Auch am Freitag sorgte dies für den Sieg auf der Reiteralm, war die Österreicherin nach dem Super-G doch noch auf dem sechsten Rang gelegen. Es war der insgesamt zehnte Weltcup-Sieg für Schild.

Bestes Weltcup-Ergebnis für Kirchgasser
Auch Michaela Kirchgasser zeigte im Slalom eine grandiose Leistung. Sie fuhr am Limit und konnte gerade unten im Flachstück enorm Zeit gutmachen. Nach einem eher durchwachsenem Super-G, den sie auf dem neunten Rang beendete, katapultierte sich die 21-Jährige durch diese klasse Leistung im Stangenwald auf Rang zwei und erreichte damit ihr bestes Weltcup-Ergebnis der Karriere.

Zettel nach Super-G vorne
Den totalen ÖSV-TRiumph machten Kathrin Zettel und Nicole Hosp perfekt. Zettel war nach dem Super-G gar in Führung, konnte diese Spitzenposition aber im Slalom nicht halten. Sie nahm 61 Hundertstel Vorsprung aus dem Super-G mit, doch gegen die unwiderstehliche Schils hatte die 20-Jährige am Freitag keine Chance. Dennoch freute sich Zettel auch über Rang drei am Ende. Auf dem vierten Rang landete Nicole Hosp, die nach einem etwas misslungenem Super-G auch im Slalom voll aufdrehte und sich noch weit nach vorne schob. Sie erzielte im Slalom die drittschnellste Zeit hinter Schild und Kirchgasser.

Chmelar beweist Allrounder-Qualitäten
Schon nach dem Super-G deutete sich ein gutes Ergebnis für die Deutsche Fanny Chmelar an. Sie erzielte dort den zehnten Platz und konnte danach im Slalom ihre Qualitäten voll ausspielen. Sie ließ im Flachstück die Ski gut laufen und verbesserte sich noch auf den sechsten Rang. Damit schaffte die 21-Jährige ihre bislang beste Weltcup-Platzierung und auch die Qualifikation für die Weltmeisterschaften in Are im Februar 2007.

Riesch und Hölzl in den Punkten
Für Maria Riesch lief es schon im Super-G nicht ganz nach Wunsch. Die Deutsche musste einmal querstellen und verlor Zeit. Im Slalom kamen noch einmal zwei kleine Fehler hinzu und am Ende kam Riesch auf den 19. Rang. Kathrin Hölzl war am Ende auf Platz 29 und sammelte so noch zwei Weltcup-Punkte. Die weiteren deutschen Starterinnen Petra Haltmayr, Gina Stechert und Viktoria Rebensburg schieden alle bereits im Super-G am Morgen aus.

Pärson scheidet aus - Kildow krank
Zwei große Namen des Damen-Weltcups waren am Freitag nicht in den Siegerlisten vertreten. Die US-Amerikanerin Lindsey Kildow klagte am Morgen über Magen-Probleme und verzichtete auf einen Start. Anja Pärson aus Schweden kam schon im Super-G nicht über Rang elf hinaus und schied dann im Slalom aus. Die Schwedin wurde ausgehoben und kam dann zu Sturz. Allerdings war ihr dabei nichts Schlimmes passiert.

ÖSV-Damen im Gesamt-Weltcup vorne
Nach dieser bisher so glanzvollen Saison geben die ÖSV-Athletinnen auch im Gesamt-Weltcup den Ton an. Dort führt Nicole Hosp mit 341 Punkten vor Marlies Schild, die nur vier Zähler Rückstand hat. Hinter der Drittplatzierten Lindsey Kildow folgen drei weitere Österreicherinnen. Beste Deutsche in der Wertung ist Maria Riesch auf Rang acht.